Innere Sicherheit: Islamistisches Terrorpotenzial ist vorhanden
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Innere SicherheitIslamistisches Terrorpotenzial ist vorhanden

In der Schweiz hat es laut dem Bund zwar im vergangenen Jahr keine konkreten Hinweise auf Anschlagsplanungen von islamistisch motivierten Terrororganisationen gegeben. Das Potenzial sei aber vorhanden.

Verbindungen ins Umfeld der in Deutschland ausgehobenen Sauerland-Zelle wiesen jedoch darauf hin, dass es in der Schweiz neben dem bekannten propagandistischen und logistischen auch ein operatives Potenzial gibt, wie es im am Dienstag vom Bundesamt für Polizei (fedpol) veröffentlichten Bericht zur Inneren Sicherheit heisst.

Im Bereich der organisierten Kriminalität blieben nach wie vor Gruppierungen aus dem Gebiet der ehemaligen Ostblockstaaten und aus Südosteuropa eine Bedrohung der inneren Sicherheit. Im Bereich des gewalttätigen Extremismus stellte das fedpol fest, dass namentlich die Lageverschärfung in der Türkei respektive in Irak und auf Sri Lanka zur Akzentuierung der Bedrohung in der Schweiz führte.

Eine Serie von Brandanschlägen, die dem Umfeld der Kurdischen Arbeiterpartei zuzurechnen war, veranlasste den Bundesrat dazu, Massnahmen zur Eindämmung der Aktivitäten dieser Organisation zu ergreifen. (dapd)

Mehr Schweizer unter Tatverdächtigen

Die Zahl der tatverdächtigen Schweizer im Bereich der organisierten Kriminalität hat bei Untersuchungen der Bundeskriminalpolizei (BKP) im vergangenen Jahr zugenommen. Sie stieg um vier Prozentpunkte auf 30 Prozent zugenommen. Gleichzeitig nahm der Anteil tatverdächtiger Staatsangehöriger aus Italien um fünf Prozentpunkte auf 17 Prozent ab, wie aus dem Rechenschaftsbericht 2008 des fedpol hervorgeht. Von fünf auf zehn Prozent verdoppelt hat sich die Zahl französischer Bürger, die in der Statistik an dritter Stelle liegen vor Serbien und Montenegro, Algerien, Albanien und Georgien. Insgesamt bearbeitete die BKP 2008 64 Fälle. Kaum verändert hat sich das Altersprofil der Tatverdächtigen, mit Ausnahme eines leichten Anstiegs bei den 51- bis 69-Jährigen und eines Rückgangs bei den 18- bis 30-Jährigen. Knapp zwei Drittel aller Tatverdächtigen waren zwischen 31 und 50 Jahre alt. (ap)

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