Aktualisiert 20.07.2009 08:32

Bankenkrise

Island sucht den Weg aus der Krise

Nach mehreren Verhandlungswochen und einer gestürzten Regierung versucht sich Island wieder hochzurappeln. Dazu stützt das Land seine drei grossen Banken mit einer Milliardensumme.

Die im Herbst verstaatlichten Institute Islandsbanki, New Kaupthing und New Landsbanki bekommen 270 Milliarden Kronen (rund 2,3 Milliarden Franken), wie die Regierung in Reykjavik am Montag mitteilte.

Die Verhandlungen hätten sich über mehrere Wochen hingezogen, die Vereinbarung trete am 14. August in Kraft. Island hatte die drei von der Finanzkrise schwer getroffenen Banken im Oktober verstaatlicht und so vor dem Zusammenbruch bewahrt.

Die stark von den Finanzinstituten abhängige Wirtschaft des Landes litt so schwer, dass die Regierung zurücktreten musste. In diesem Jahr wird ein Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von zehn Prozent erwartet. Die neue Regierung hat die Mitgliedschaft Islands in der EU beantragt. (sda)

Fehler gefunden?Jetzt melden.