Israel fordert «drastische» Sanktionen gegen Iran
Aktualisiert

Israel fordert «drastische» Sanktionen gegen Iran

Die israelische Aussenministerin Zipi Livni hat die internationale Gemeinschaft dazu aufgerufen, im Atomstreit mit dem Iran «drastische Sanktionen» durchzusetzen.

Es sei an der Zeit, sagte Livni, wie die Internetseite der israelischen Tageszeitung «Jediot Aharanot» am Sonntag berichtete. «Jedes Zögern von Seiten der internationalen Gemeinschaft wird vom Iran und seinen Nachbarn als Zeichen der Schwäche interpretiert», erklärte Livni kurz vor ihrer Abreise nach China.

Die Aussenministerin will bei der Regierung in Peking für weitere Strafmassnahmen werben.

«Wir haben es mit einem Land zu tun, das den Holocaust leugnet, das offen die Abschaffung eines anderen Staates (Isreals) fordert. So eine Sorte von Staat kann nicht Teil der internationalen Gemeinschaft sein», erklärte Livni. Deshalb müssten die derzeitigen Sanktionen verstärkt werden. «China hat einen entscheidenden Einfluss auf diese Frage», sagte Livni weiter.

Peking hatte sich bislang immer gegen weitere Strafmassnahmen ausgesprochen. Sie würden die Lage nur «verkomplizieren», hatte der Sprecher des chinesischen Aussenministers, Liu Jianchao, kürzlich erklärt.

Israel, die USA, und weitere westliche Staaten verdächtigen den Iran, heimlich Atomwaffen zu entwickeln. Washington hatte deshalb am vergangenen Donnerstag neue Strafmassnahmen gegen den Iran verhängt. Betroffen davon sind die iranischen Revolutionswächter, deren Eliteeinheit Al-Quds (Jerusalem) und drei staatliche Banken, darunter das grösste iranische Geldhaus Bank Melli.

(sda)

Deine Meinung