Israel hält an Tötung von Extremisten fest
Aktualisiert

Israel hält an Tötung von Extremisten fest

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat weitere gezielte Tötungen militanter Palästinenserführer im Gazastreifen angekündigt.

Nach seinen Angaben hat die Armee in den letzten Monaten bereits über 200 militante Palästinenser getötet.

Das Militär werde alle ins Visier nehmen, die für den täglichen Beschuss israelischer Städte mit Raketen und Mörsergranaten verantwortlich sind, sagte der Regierungschef am Dienstagabend während eines Treffens mit Mitgliedern seiner Kadima-Partei in Jerusalem. «Unsere Aktionen werden für sich sprechen. Die Chefs von Terrorgruppen werden sie spüren», erklärte er nach Medienberichten. Bei gezielten Angriffen der israelischen Armee waren in der Nacht zum Dienstag und am Dienstagmorgen elf Aktivisten der Organisationen Hamas und Islamischer Dschihad getötet worden, darunter auch Führungsmitglieder.

Nach Militärangaben haben militante Palästinenser im Gazastreifen seit Anfang des Jahres über 2000 selbstgebaute Kassam-Raketen auf angrenzende israelische Städte abgefeuert. «In den vergangenen Tagen haben endlich immer mehr Menschen kapiert, dass gerade in Gaza ein Krieg läuft. Dieser Krieg ist nicht einseitig», fügte er hinzu.

Immer wieder kommen bei den israelischen Vergeltungsangriffen auch palästinensische Zivilisten ums Leben. Als Reaktion auf die Angriffe von Dienstag hat der Islamische Dschihad erneut Selbstmordanschläge in Israel sowie einen verstärkten Beschuss israelischer Städte mit Raketen angekündigt.

(sda)

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