Israel lehnt Verhandlungen ab
Aktualisiert

Israel lehnt Verhandlungen ab

Die israelische Armee setzt die Hamas- Regierung militärisch mehr und mehr unter Druck. Im Norden des Gazastreifens stehen starke gepanzerte Verbände in Bereitschaft. Einzelne Panzer sollen bereits in die Stadt Beit Chanun eingerückt sein.

Bei einem israelischen Raketenangriff im nördlichen Gazastreifen ist palästinensischen Sicherheitskreisen zufolge ein Mensch ums Leben gekommen. Zwei weitere seien bei dem Angriff verletzt worden, hiess es.

Palästinensische Sicherheitskräfte vermuten, dass die jüngsten Operationen Beginn einer breiteren militärischen Offensive sein könnten. Mit der Offensive "Sommerregen" will Israel die Freilassung eines Soldaten erreichen, der vor acht Tagen von palästinensischen Extremisten verschleppt worden war.

Die Entführer des 19-jährigen Soldaten Gilad Schalit haben die israelischen Regierung ultimativ aufgefordert, palästinensische Häftlinge freizulassen. Wenn Israel bis 05.00 Uhr MESZ nicht auf die Forderung nach einer Freilassung palästinensischer Häftlinge eingehe, werde "der Fall des Soldaten abgeschlossen", hiess es in einem Flugblatt.

Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert lehnte Verhandlungen jedoch erneut ab. Es wird jedoch vermutet, dass trotzdem geheime Verhandlungen stattfinden. Die Entführer fordern die Freilassung etwa 450 weiblicher und jugendlicher Gefangener sowie weiterer 1000 Häftlinge. (dapd)

Unterschlupf von Entführern umstellt

Die israelischen Streitkräfte haben ein Gebäude im Westjordanland umstellt, in dem sich die Entführer eines vergangene Woche getöteten Siedlers versteckt halten sollen.

Der Einsatz in der Stadt Ramallah ziele auf die Festnahme der Geiselnehmer ab, erklärten die Streitkräfte. Zur Tötung des 18-jährigen Eliahu Ascheri hatte sich das Volkswiderstandskomitee bekannt, eine militante palästinensische Gruppe.

(AP)

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