Israel lehnt Waffenruhe-Angebot der Hamas ab
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Israel lehnt Waffenruhe-Angebot der Hamas ab

Der palästinensische Regierungschef Ismail Hanija hat Israelis und Palästinenser am Samstag zu einem Ende aller Militäreinsätze aufgerufen. Israel wies das Angebot zurück.

«Wir verhandeln nicht mit Terroristen. Sie müssen zuerst den entführten Soldaten gesund freilassen und ihre Angriffe einstellen», sagte ein Regierungsvertreter.

Hanija hatte vorgeschlagen, die Waffen auf beiden Seiten schweigen zu lassen. Gleichzeitig verlangte er, Israel müsse seine Offensive im Gazastreifen beenden und seine Soldaten abziehen.

In der Frage des am 25. Juni verschleppten Soldaten Gilad Schalit seien «ernsthafte Verhandlungen» erforderlich. Die palästinensische Regierung wolle zu einer Lösung «auf diplomatischem und friedlichem Wege» beitragen.

Die israelische Armee hatte Stunden zuvor ihre Grossoffensive im Gazastreifen ausgeweitet. Hunderte von Hubschraubern und Drohnen unterstützte Soldaten rückten mit dutzenden Panzern und Planierraupen in Aussenbezirke von Gaza ein. Dabei wurden vier Palästinenser getötet.

Aus der Stadt Beit Lahija im nördlichen Gazastreifen rückte die israelische Armee dagegen wieder ab. Sie hatte dort im Zuge ihres Vormarschs drei ehemalige jüdische Siedlungen wieder besetzt, die vor zehn Monaten geräumt worden waren. Der Generalstab vermutete, dass von dort aus israelische Ziele mit Raketen beschossen wurden.

(sda)

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