Nahost: Israel riegelt Westjordanland ab
Aktualisiert

NahostIsrael riegelt Westjordanland ab

Israel hat das Westjordanland für zwei Tage vollständig abgeriegelt. Um mögliche Anschläge zu verhindern, wurden um Mitternacht die Grenzübergänge zu dem Palästinensergebiet geschlossen.

Die 48-stündige Blockade, die seit der Nacht auf Freitag in Kraft ist, erfolgte auf Anweisung von Israels Verteidigungsminister Ehud Barak, als Begründung wurden Sicherheitsrisiken genannt. Die israelische Armee riegelt das Westjordanland regelmässig zu jüdischen Feiertagen ab. Die jetzige Blockade ist die erste seit zwei Jahren, für die es keinen solchen Grund gibt.

In der Nacht flog Israel zudem Luftangriffe im Gazastreifen, bei welchen nach Augenzeugenberichten mehrere Palästinenser verletzt wurden. Wie die Armee mitteilte, beschossen Kampfflugzeuge zwei Ziele im Süden des Gazastreifens. Augenzeugen berichteten von mehreren Verletzten, konnten aber keine näheren Angaben zum Zustand der Opfer machen.

Reaktion auf Kibbuz-Beschuss?

Zuvor sei von dort eine Rakete auf einen Kibbuz im Süden Israels abgefeuert worden. Bei dem Raketeneinschlag wurde niemand verletzt. Es war seit einen Monat die erste Rakete, die vom Gazastreifen auf israelisches Gebiet abgefeuert wurde. Militante Palästinenser hätten seit dem Ende der Gaza-Offensive vor gut einem Jahr mehr als 200 Raketen und Mörsergranaten in Richtung Israel abgefeuert.

Nach Angaben der israelischen Armee beschoss die Luftwaffe in Rafah an der Grenze zu Ägypten auch mehrere Schmugglertunnel und in der Stadt Chan Junis einen metallverarbeitenden Betrieb. (sda)

Deine Meinung