Israel sieht «sehr dunkle Wolke» über der Beziehung zur Schweiz
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Israel sieht «sehr dunkle Wolke» über der Beziehung zur Schweiz

Der Botschafter Israels in der Schweiz, Ilan Elgar, hat den Gas-Deal der Schweiz mit Iran scharf kritisiert und die Annullation nahe gelegt.

In einem Interview des morgigen «Blicks» wirft er Aussenministerin Micheline Calmy-Rey vor, den Damm gebrochen und den Iran im Westen «salonfähig» gemacht zu haben. Die Nicht-Einladung von Calmy-Rey an der Konferenz zum 60-Jahre-Jubiläum Israels sei aber keine Strafe und es gehe nicht um Frau Calmy-Rey persönlich. Es gebe viele Persönlichkeiten aus vielen Ländern, die nicht eingeladen seien. Es gehe ja um eine Konferenz und nicht um einen offiziellen Staatsakt. Die Beziehungen zwischen den beiden Ländern seien grundsätzlich gut, sagte Elgar weiter. Manchmal gebe es aber wie in jeder Beziehung auch Schatten. Im Moment werde die Beziehung mit dem Gas-Deal von einer «sehr dunklen Wolke» überschattet. Auf die von Calmy-Rey geförderte «Genfer Friedensinitiative» angesprochen, stellte Elgar fest, dass diese in Israel nicht die Bedeutung wie in der Schweiz habe. «Wir können selbst mit den Palästinensern reden und tun das auch dauernd», sagte der Botschafter und ergänzte: «Manche gut gemeinten Aktionen sind zumindest unnötig.» (dapd)

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