Nahost-Konflikt: Israel spielt auf Zeit beim Siedlungsbau
Aktualisiert

Nahost-KonfliktIsrael spielt auf Zeit beim Siedlungsbau

Trotz des Drucks der USA will sich Israel noch nicht auf einen Stopp des Siedlungsbaus im Westjordanland festlegen.

Dies sagte der israelische Verteidigungsminister Ehud Barak am Dienstag nach Gesprächen mit dem US-Sondergesandten George Mitchell. Es sei noch zu früh zu sagen, ob die israelische Regierung der Forderung nachgebe, erklärte Barak nach dem über vierständigen Treffen in New York. «Wir prüfen alle Beiträge, die Israel zum Start bedeutender Friedensbemühungen leisten kann», fügte er hinzu.

Das Gespräch sei positiv verlaufen, es gebe aber noch Differenzen. Mitchells Gespräch mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu werde in den kommenden ein bis drei Wochen nachgeholt.

Eigentlich wollte Mitchell den israelischen Regierungschef in der vergangenen Woche in Paris treffen. Netanjahu sagte aber mit der Begründung ab, er brauche mehr Zeit für die Vorbereitung.

US-Präsident Barack Obama verlangt einen vollständigen Stopp des Siedlungsbaus auf palästinensischem Land. Israel pocht auf den Ausbau bestehender Enklaven, um dem Bevölkerungswachstum gerecht zu werden.

(sda)

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