Israel weitet Besiedlung im Westjordanland aus
Aktualisiert

Israel weitet Besiedlung im Westjordanland aus

Israel hat 2003 zahlreiche nicht genehmigte Kleinsiedlungen im Westjordanland ausgebaut. Dies widerspricht dem internationalen Friedensplan für Nahost.

Dies berichtete die israelische Bewegung «Schalom Achschaw» (Frieden Jetzt).

Laut der Friedensbewegung sind im Jahre 2003 die mehr als 100 bestehenden Aussenposten erheblich ausgebaut und an die Infrastruktur angeschlossen worden.

Nach Angaben der Gruppe vom Mittwoch wurden 44 der Vorposten ohne Regierungsgenehmigung noch vor dem Wahlsieg des israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon im Frühjahr 2001 errichtet. Weitere 55 entstanden danach bis zur Veröffentlichung des internationalen Friedensplans für Nahost (Road Map) im Juni 2003.

Drei weitere Posten seien in dem darauf folgenden Zeitraum entstanden, hiess es. Der Friedensplan sieht den Abbau der Vorposten sowie einen Baustopp in den bestehenden jüdischen Siedlungen vor.

Scharon hat einige Aussenposten räumen lassen, von denen jedoch zahlreiche kurz danach wieder errichtet wurden. Scharon habe sein Versprechen zur Räumung von Aussenposten nicht umgesetzt, erklärte «Schalom Achschaw».

(sda)

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