Israel will harte Linie weiter fahren

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Israel will harte Linie weiter fahren

Israel will auch nach der international scharf kritisierten gezielten Tötung des geistlichen Hamas-Führers Scheich Ahmed Jassin an der Politik der «Liquidierung» von Extremisten festhalten.

Das geht aus Äusserungen von Regierungsmitgliedern hervor.

Seine Regierung werde die Politik der «Liquidierung von Terroristen» fortsetzen, zitierte das israelische Armeeradio am Dienstag Verteidigungsminister Schaul Mofas.

Die Entscheidung zur Fortsetzung dieser Strategie sei bei einem Treffen von Armee- und Sicherheitsvertretern im Verteidigungsministerium in Tel Aviv gefallen. Mofas habe die radikalislamische Hamas-Organisation dabei als «strategischen Feind Israels» bezeichnet, der als solcher «zerstört» werden müsse, hiess es weiter.

Israel stellt sich nach der Tötung des Hamas-Gründers Scheich Ahmed Jassin auf Wochen der höchsten Alarmbereitschaft ein. Israelische Medien berichteten am Montag, die Polizeikräfte seien landesweit weiter verstärkt worden. Auch in israelischen Vertretungen in aller Welt seien aussergewöhnliche Sicherheitsvorkehrungen getroffen worden.

Aus israelischen Sicherheitskreisen verlautete, man erwarte nach der Liquidierung Jassins eine Welle schwerer Racheanschläge. Der israelische Armeesender meldete, man fürchte auch Angriffe des internationalen Terrornetzwerks El Kaida und der südlibanesischen Hisbollah-Miliz.

Israelische Helikopter hatten am Montagmorgen drei Raketen auf Jassin abgefeuert, als der 67-jährige Gründer der radikalislamischen Palästinenserorganisation im Rollstuhl sitzend eine Moschee in Gaza verliess. Acht weitere Palästinenser wurden getötet. Bei Protesten kamen anschliessend sechs weitere Palästinenser ums Leben.

(sda)

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