Israeli töten 14 Palästinenser

Aktualisiert

Israeli töten 14 Palästinenser

Mindestens 14 Palästinenser sind bei einem israelischen Raketen-Angriff auf ein angebliches Trainingslager der radikalislamischen Hamas-Bewegung in Gaza-Stadt getötet worden.

Nach Angaben palästinensischer Ärzte wurden etwa 30 Palästinenser verletzt.

Augenzeugen berichteten, israelische Kampfhelikopter hätten in der Nacht auf Dienstag im Osten der Stadt mindestens fünf Raketen abgefeuert. Die Opfer seien Mitglieder oder Unterstützer der Hamas. Ein Sprecher der Hamas kündigte sofortige Rache an.

In einer Erklärung der israelischen Armee hiess es, der Angriff habe «während Übungen von Hamas-Terroristen auf einem Trainingsfeld» stattgefunden.

Mitglieder der Hamas seien dort im Platzieren und Zünden von Sprengsätzen sowie im Abfeuern von Raketen unterwiesen worden. Auf dem Feld seien auch Geiselnahmen israelischer Zivilisten und Soldaten geübt worden.

Kritik der Autonomiebehörde

Die palästinensische Autonomiebehörde kritisierte die Militäraktion scharf. Laut palästinensischen Sicherheitsbeamten war es zunächst unklar, ob es sich um einen Luftangriff oder einen Angriff mit Boden-Boden-Raketen gehandelt habe. Das Stadtviertel gilt als Hochburg der Hamas.

Als Antwort auf die Selbstmordanschläge der Hamas in der südisraelischen Stadt Beerscheba hatte die israelische Führung zu Beginn des Monats angekündigt, dass sie ihre Politik der gezielten Tötung von Hamas-Führern im In- und Ausland fortsetzen werde.

Bei einem Doppel-Selbstmordanschlag auf zwei Busse in Berscheeba hatten die beiden Attentäter am 31. August 16 Menschen mit in den Tod gerissen.

(sda)

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