Aktualisiert 11.11.2011 08:03

Nahost

Israelische Armee erschiesst Siedler

Zwischenfall im Westjordanland: Soldaten haben einen jüdischen Siedler getötet. Ein Auto ist mit hoher Geschwindigkeit auf einen Kontrollposten zugefahren, worauf die Soldaten das Feuer eröffneten.

Die israelische Armee hat im Westjordanland einen jüdischen Siedler erschossen und zwei weitere verletzt. Die Soldaten hätten am Freitag im Morgengrauen an einer Strassensperre das Feuer auf das Fahrzeug mit den Siedlern eröffnet, teilte die Armee mit.

Die Soldaten seien zuvor über die bevorstehende Durchfahrt eines verdächtigen Fahrzeugs informiert worden; die Strassensperre sei eigens dafür errichtet worden, um das Auto zu stoppen.

Die Opfer seien am frühen Freitag bei Dunkelheit nahe Hebron im Süden des Westjordanlandes mit ihrem Auto mit hoher Geschwindigkeit auf die Strassensperre der Armee zugefahren, erklärte ein Sprecher der Armee. Das Auto habe nicht angehalten.

Die Soldaten hätten deshalb um ihr Leben gefürchtet und das Feuer auf das Fahrzeug eröffnet. Nach Angaben der Armee waren die jüdischen Siedler von ihrer Siedlung Beit Hagai nach Hebron unterwegs gewesen.

Durch Schüsse israelischer Soldaten an Strassensperren werden im Westjordanland vor allem viele Palästinenser getötet. Die Palästinenser werfen der israelischen Armee vor, ohne Vorwarnung zu schiessen, sobald die Soldaten sich durch ein verdächtiges Auto bedroht fühlen. (sda)

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