Aktualisiert

Israelische Armee und Palästinenser liefern sich Strassenschlachten

Hunderte Palästinenser haben sich am Mittwoch in Nablus im Westjordanland Strassenschlachten mit israelischen Soldaten geliefert. Nachdem die Truppen mit Steinen attackiert worden waren, eröffneten sie laut Augenzeugen das Feuer.

Vier Palästinenser wurden durch scharfe Munition verletzt, drei weitere durch Gummigeschosse, wie Krankenhausmitarbeiter berichteten. Ein israelischer Militärsprecher erklärte, man prüfe, ob scharfe Munition eingesetzt worden sei.

Die Truppen waren am Morgen mit 30 Jeeps in die Stadt eingedrungen, um nach Extremisten zu fahnden. Nach palästinensischen Angaben wurden dabei vier Frauen vorübergehend festgenommen. An einem Kontrollposten ausserhalb von Nablus nahmen israelische Streitkräfte einen 19-jährigen Palästinenser fest, der fünf selbst gebastelte Rohrbomben bei sich trug.

Die Gewalt in der Region droht nach einem palästinensischen Selbstmordanschlag in Tel Aviv am Montag weiter zu eskalieren. Als Reaktion auf den Anschlag hatte die israelische Regierung drei Hamas-Abgeordneten und einem Minister das Aufenthaltsrecht für Jerusalem entzogen. Am Mittwoch kündigten die palästinensischen Politiker an, rechtliche Schritte gegen die Massnahme zu ergreifen. (dapd)

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