Aktualisiert 14.05.2006 17:55

Israelische Razzien: 6 Tote

Bei Razzien im Westjordanland haben israelische Soldaten am Sonntag sechs Palästinenser erschossen, wie die palästinensischen Sicherheitskräfte berichteten.

In Dschenin sei ein ehemaliges Mitglied der militanten Al-Aksa-Märtyrer-Brigaden getötet worden. Weitere Tote, darunter ein von Israel gesuchtes Al-Aksa-Mitglied und dessen Bruder, wurden aus der Ortschaft Kabatijeh gemeldet.

Vor der Küste des Gazastreifens fing die israelische Marine nach eigenen Angaben ein palästinensisches Boot mit rund 450 Kilogramm TNT und Bauteilen von Minen ab. Weitere Säcke mit Sprengstoff seien über Bord geworfen worden, als sich die israelische Patrouille dem Boot genähert habe, erklärte Oberst Joram Laks.

Unterdessen erlag ein amerikanischer Jugendlicher am Sonntag seinen schweren Verletzungen, die er vor fast vier Wochen bei einem Bombenanschlag in Tel Aviv erlitten hatte. Der 16-Jährige sass mit seinem Vater in einem Restaurant, als sich ein Selbstmordattentäter am 17. April mit fünf Kilogramm Sprengstoff in die Luft sprengte. Insgesamt riss der Angreifer elf Menschen in den Tod. Es war der schwerste Anschlag in Israel seit August 2004.

Bei der Explosion einer Bombe am Eingang zu einer jüdischen Siedlung im Westjordanland wurde am Sonntag ein Israeli verletzt. Soldaten stellten nach Militärangaben Reste des Sprengsatzes sicher, der an einer Autohaltestelle der Siedlung Schilo detonierte. Es werde vermutet, dass palästinensische Extremisten die Bombe dort versteckt hätten, teilten die Streitkräfte mit. (dapd)

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