Israelischer General tritt wegen Libanonkriegs zurück

Aktualisiert

Israelischer General tritt wegen Libanonkriegs zurück

Ein am Krieg gegen die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon beteiligter israelischer General hat unter anderem wegen der Entführung zweier seiner Soldaten seinen Rücktritt eingereicht.

Dies teilten die Streitkräfte mit. Brigadegeneral Gal Hirsch befehligte eine Heeresdivision an der Grenze zum Libanon. Hirsch war besonders in die Kritik geraten, weil unter seinem Kommando jene Einheit stand, deren Soldaten am 12. Juli bei einer Patrouille in einen Hinterhalt der Hisbollah geraten waren. Dabei wurden drei israelische Soldaten getötet und zwei entführt.

Dieser Vorfall führte dann zur Offensive gegen die Hisbollah im Südlibanon, die in Israel weitgehend als Fehlschlag betrachtet wird, da die erklärten Kriegsziele nicht erreicht wurden. Weder wurde die schiitische Miliz entscheiden geschlagen, noch konnten die Soldaten befreit werden.

Hirsch wurde von einer Untersuchungskommission vorgeworfen, seine Einheit nicht genügend auf mögliche Überfälle und Entführungsversuche der Hisbollah vorbereitet zu haben. Die Kommission wollte seine Entlassung empfehlen. Mit seinem Rücktritt kam Hirsch dem zuvor. Er ist bereits der zweite ranghohe Offizier, der seinen Posten wegen des Libanonkriegs verliert. General Udi Adam, der Befehlshaber des Nordkommandos, war schon während des Krieges abgesetzt worden, er trat dann im September, einen Monat nach Ende der Kampfhandlungen, zurück. (dapd)

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