Israelischer Irrtum: Luftangriff tötet libanesischen Soldaten
Aktualisiert

Israelischer Irrtum: Luftangriff tötet libanesischen Soldaten

Bei einem israelischen Luftangriff in der Nähe von Tyrus ist am Montag ein libanesischer Soldat getötet worden. Die Armee griff das Fahrzeug an, weil sie darin ein ranghohes Mitglied der radikal-islamischen Hisbollah-Miliz vermutete.

Erst später sei der Irrtum deutlich geworden, teilte eine israelische Armeesprecherin mit. Die Armee bedauere den Vorfall.

Ungeachtet der angekündigten Feuerpause flog die israelische Luftwaffe am Montag erneut Angriffe auf Südlibanon. Israel hatte sich Einsätze gegen die Hisbollah vorbehalten, falls diese gerade Raketenangriffe auf Nordisrael vorbereite. Die Aussetzung der Luftangriffe bedeute keinen Verzicht auf die Luftunterstützung für seine Bodentruppen.

Auch die radikal-islamische Hisbollah-Miliz setzte nach israelischen Medienberichten offenbar ihre Angriffe auf den Norden Israels fort. Das israelische Radio meldete, zwei Katjuscha-Raketen seien im Bereich der Grenzstadt Kiriat Schmona eingeschlagen. Die Armee bestätigte den Bericht zunächst nicht.

Im Gazastreifen wurde inzwischen ein palästinensischer Jugendlicher durch eine israelische Panzergranate getötet. Der 16- Jährige sei nahe seines Hauses getroffen worden, sagten Sanitäter.

Auch ein zweijähriges Kind sei verletzt worden. Seit Beginn des israelischen Einsatzes im Gazastreifens am 28. Juni kamen fast 150 Palästinenser ums Leben.

(sda)

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