Kälteste Stadt der Schweiz: Ist Basel das neue Sibirien der Schweiz?
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Kälteste Stadt der SchweizIst Basel das neue Sibirien der Schweiz?

Nicht La Brévine sondern Basel führte am Mittwoch mit minus 5,2 Grad die Schweizer Kälte-Rangliste an. Ein Meteorloge erklärt, wieso sich die Kälte über Basel ihren Weg in die Schweiz bahnt.

von
Seline Bietenhard
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Basler Pendler froren am Mittwochmorgen ganz besonders fest.
Basler Pendler froren am Mittwochmorgen ganz besonders fest.
20 Minuten/Seline Bietenhard
Am frühen Morgen wurden Temperaturen bis zu -5.2 Grad gemessen. Basel zählte damit zu den kältesten Orten der Schweiz.

Am frühen Morgen wurden Temperaturen bis zu -5.2 Grad gemessen. Basel zählte damit zu den kältesten Orten der Schweiz.

20 Minuten/Seline Bietenhard
Nur gerade an zwei Messstationen im Oberengadin war es kälter, wie SRF Meteo am Morgen meldete.

Nur gerade an zwei Messstationen im Oberengadin war es kälter, wie SRF Meteo am Morgen meldete.

SRF Meteo

Basel ist nicht für Kälterekorde bekannt. Normalerweise ist La Brévine im Neuenburger Jura die Kältekammer der Schweiz. Nicht so am Mittwochmorgen. Zusammen mit zwei Oberengadinger Gemeinden führte Basel mit -5,2 Grad Celsius die Rangliste der kältesten Orte der Schweiz an, wie SRF Meteo auf Twitter meldete.

So tiefe Temperaturen sind eher aussergewöhnlich für Basel. Wird Basel zum neuen Sibirien der Schweiz? Meteorologe Roger Perret von Meteonews liefert die Erklärung: «Normalerweise kommt die Kälte via Bodenseeregion zu uns, diesmal drückt sie jedoch aussergewöhnlich stark via Nordwestschweiz rein.» Als tiefster Punkt bilde Basel quasi das Einfallstor für die Kälte. Von dort aus verbreitet sie sich dann in die Schweiz. Am Donnerstag müsse man sich dann überall warm einpacken, so Perret.

Eistage bis nächste Woche

Die kalte Polarluft beschert uns ein kräftiges Hoch, das sich über Skandinavien ausbreitet und an dessen Südflanke sich die Schweiz befindet. Wie Meteonews in einer Mitteilung schreibt, muss mit einer ganzen Reihe von Eistagen gerechnet werden. Jeweils am Morgen liegen im Flachland lokal auch zweistellige Minusgrade drin, insbesondere wenn etwas Schnee liegt, es in der Nacht klar ist und die Bise abstellt. Örtlich sind so auch mal unter -15 Grad nicht ausgeschlossen.

Noch kälter soll es in den bekannten Kältelöchern der Alpen und des Juras werden. Temperaturen von -30 Grad sind möglich. Die Kältewelle wird nicht so schnell zu Ende sein. Es zeichnet sich ein Omegahoch ab, welche dafür bekannt sind, dass sie lange Bestand haben. Die Meteorologen rechnen damit, dass die Eistage bis weit in die nächste Woche Bestand haben.

Deine Meinung

153 Kommentare
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Joggeli1893

11.02.2021, 08:45

Daran ist bestimmt der Bernhard Burgener schuld

arena67

10.02.2021, 14:58

Warum gibt es derzeit Homeoffice Pflicht? Damit niemand bei der Kälte raus muss! Der Bundesrat schaut gut zu seinen Bürgern, damit alle Gesund bleiben. Hoch lebe der Lockdown.

masquerade

10.02.2021, 14:43

Basel ist doch eher bekannt als Klein-Istanbul?