Aktualisiert 18.04.2020 19:09

Achter Raser in sieben Tagen

Ist das der Raser-Hotspot der Schweiz?

Schon wieder ging der Polizei in der Nacht auf Samstag auf der A1 bei Spreitenbach ein junger Raser ins Netz. Auch in der Ostschweiz waren viele viel zu schnell unterwegs.

von
lha
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Unweit der Raststätte Würenlos auf der A1 erwischte die Kantonspolizei Aargau am Samstag kurz nach Mitternacht einen Raser. Der 19-jährige Iraker aus dem Kanton Zürich war mit 170 km/h unterwegs.

Unweit der Raststätte Würenlos auf der A1 erwischte die Kantonspolizei Aargau am Samstag kurz nach Mitternacht einen Raser. Der 19-jährige Iraker aus dem Kanton Zürich war mit 170 km/h unterwegs.

Keystone/Martin Ruetschi
Es ist der achte Raser, den die Aargauer Kantonspolizei innert sieben Tagen auf dem gleichen Autobahnabschnitt erwischte.

Es ist der achte Raser, den die Aargauer Kantonspolizei innert sieben Tagen auf dem gleichen Autobahnabschnitt erwischte.

Keystone/Jean-christophe Bott
Eine Woche vorher, am 11. April, lieferten sich zwei junge Zürcher zwischen der Raststätte Würenlos und der Kantonsgrenze zu Zürich offenbar ein Rennen. Mit ihren hochmotorisierten Mietwagen, ein BMW M6 und ein Audi RS6, rasten sie mit 235 und 224 über die Autobahn.

Eine Woche vorher, am 11. April, lieferten sich zwei junge Zürcher zwischen der Raststätte Würenlos und der Kantonsgrenze zu Zürich offenbar ein Rennen. Mit ihren hochmotorisierten Mietwagen, ein BMW M6 und ein Audi RS6, rasten sie mit 235 und 224 über die Autobahn.

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Kurz nach Mitternacht bretterte am Samstag ein Audi mit 170 km/h an der Kontrollstelle auf der A1 bei Spreitenbach vorbei. Am Steuer sass ein 19-jähriger Iraker mit Wohnsitz in Zürich. Er hatte den Führerausweis erst auf Probe, die Polizei hat ihn ihm auf der Stelle entzogen. Die zuständige Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren eröffnet.

Es ist der achte Raser, den die Aargauer Kantonspolizei innert sieben Tagen auf dem gleichen Autobahnabschnitt erwischte. Exakt vor einer Woche lieferten sich zwei junge Zürcher zwischen der Raststätte Würenlos und der Kantonsgrenze zu Zürich offenbar ein Rennen. Mit ihren hochmotorisierten Mietwagen, ein BMW M6 und ein Audi RS6, rasten sie mit 235 und 224 über die Autobahn. In der gleichen Nacht verloren noch vier weitere Raser ihr Billet. Am Dienstag dann erwischte es einen 22-jährigen Lenker, der seinen VW Beetle auf 219 km/h beschleunigte.

Kantonsgrenze schützt Raser nicht

«Die lange und gerade Autobahnstrecke ist geradezu prädestiniert zum schnell fahren», sagt Daniel Saridis, Sprecher der Kantonspolizei Aargau. Offenbar derart, dass die Raser trotz erhöhter Kontrolltätigkeit der Polizei nicht widerstehen können. «Es ist ein Hotspot», bestätigt Saridis. Nachts sei dort wenig los, zudem ist die Strecke nah an der Kantonsgrenze zu Zürich. Nicht ausgeschlossen, dass die wechselnden Zuständigkeiten auf dem Autobahnabschnitt Raser zur falschen Annahme verleitet, dass der Kantonswechsel sie vor dem Arm des Gesetzes schützt.

«Um den Rastplatz Würenlos hatten wir schon immer Probleme», sagt Saridis. Früher sorgte die Tuner-Szene dort für Aufsehen und jetzt sind es offenbar die Raser. Von der Polizei kommt eine klare Ansage an die Adresse der Raser. «Wir werden den Druck im Verkehr hoch halten», stellt Saridis klar. Sprich: Es wird nicht weniger Kontrollen geben.

Zu viel Tempo auch im Osten

Diese waren in der Nacht auf Samstag auch in der Ostschweiz in grösserer Zahl unterwegs. Die Kantonspolizei St. Gallen meldete am Samstagmorgen neun teils massive Geschwindigkeitsübertretungen, die bei Kontrollen an mehreren Orten im Kanton registriert wurden. Sieben der neun Schnellfahrer waren unter 25 Jahre alt. Ein 24-Jähriger, der mit 88 km/h bei Heergbrugg innerorts unterwegs war, musste seinen Führerausweis abgeben.

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