Weltneuheit Orctan: «Ist das Ding gross! Wie ich zum ersten Mal ein Männer-Sextoy ausprobierte»
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Weltneuheit Orctan«Ist das Ding gross! Wie ich zum ersten Mal ein Männer-Sextoy ausprobierte»

Es sieht aus wie eine Mischung aus Spielkonsole, Auto-Tuning-Gadget und Fussreflexzonen-Gerät – und soll Männer glücklich machen: Ich durfte das neue Masturbationsgerät Orctan als weltweit erster User testen.

von
ZOS
JUU
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20 Minuten hat das neue Männer-Sextoy von Womanizer-Gründer Michael Lenke getestet –als erster User weltweit. 

20 Minuten hat das neue Männer-Sextoy von Womanizer-Gründer Michael Lenke getestet –als erster User weltweit.

privat
Dank den unterschiedlich konzipierten Massagerollen wird der Penis in neun Programmen intensiv massiert .

Dank den unterschiedlich konzipierten Massagerollen wird der Penis in neun Programmen intensiv massiert .

privat
Das Toy verspricht «hohe Lustgefühle» und «ultra realistische Oralsex-Empfindungen». 

Das Toy verspricht «hohe Lustgefühle» und «ultra realistische Oralsex-Empfindungen».

orctan.com

Darum gehts

  • 20 Minuten hat exklusiv ein innovatives Männer-Sextoy getestet.

  • Erfinder ist Michael Lenke, der Kopf hinter dem Womanizer. Er erzählt, wie er auf die Idee kam und ob er das Toy an sich auch ausprobiert hat.

  • Der Orctan hat am 22.02.2021 Premiere und ist für 289.90 erhältlich.

«Revolutionäre Technologie, realistisches Blowjob-Gefühl, intensives Masturbations-Erlebnis dank kraftvollen Motoren: Der Orctan, der mit seinen beiden Rollen ein bisschen aussieht wie ein futuristisches Fussmassagegerät oder ein Auto-Tuning-Gadget, wird mit grossen Worten angekündigt. Und gross ist er wahrlich – ein Kilo zeigt meine Küchenwaage an, als ich das zugegebenermassen sehr hochwertig wirkende Gerät in Carbon-Optik drauf lege. Ich sorge mich schon ein bisschen, ob meine Hände nicht müde werden, wenn sie das Ding ewig halten müssen.

Zuerst aber plagt mich eine andere Sorge: Passt mein Penis überhaupt zwischen die Rollen? Meine Freundin lacht mich aus und sagt irgendwas von männlicher Selbstüberschätzung – und ja, sie sollte Recht behalten. Die Grösse passt ganz gut. Für meinen Test muss meine freche Liebste das Zimmer verlassen. Ich habe im Gegensatz zu ihr nämlich keinerlei Erfahrung mit Sextoys und bin ein bisschen nervös.

«Der Vibrationsverstärker ist fast zu viel des Guten»

Zuerst schmiere ich die beiden roten Silikon-Rollen grosszügig mit Gleitmittel ein, bevor ich meinen halb erigierten Penis dazwischenschiebe und die Knöpfchen betätige. Dass mich kein nerviges Surren aus meinem Kopfkino reisst, schätze ich sehr. Die Massage ist angenehm, ich spüre, wie ich immer härter werde und wie mein Penis gegen die Rollen gepresst wird.

Ich drücke mich durch die neun verschiedenen Massageprogramme: Rotationsgeschwindigkeit und die Grösse des Massagebereichs können eingestellt werden, durch die Gelenkkonstruktion lässt sich auch der Druck auf mein Glied variieren. Als ich den Orctan so halte, dass die genoppte Massagerolle meinen Penis auf Höhe des Frenulums stimuliert, spüre ich meinen Orgasmus näherkommen. Das Gefühl ist grandios. Den Vibrationsverstärker probiere ich kurz aus, es ist aber fast zu viel des Guten für mich. Ich komme.

«Das Gerät umschliesst nur einen Teil des Penis – ganz eintauchen hat mir gefehlt»

Während ich die Rollen aus dem Orctan entferne und mit Wasser reinige, will meine Freundin wissen, wie es war. ‹Mit dir ist es besser›, sage ich und meine es ehrlich. Der Orctan umschliesst nur einen Teil des Penis – das Gefühl, ganz einzutauchen, hat mir gefehlt. Doch ich weiss, wäre ich Single, sähe die Welt anders aus. Und ja, vielleicht würde ich dann auch die 289.90 Franken aufwerfen und mich zu weiteren Höhepunkten massieren lassen.»

«Gespräche über Sextoys sind bei Männern noch immer verpönt»

Michael Lenke ist der Erfinder des Orctans und des Womanizers. 

Michael Lenke ist der Erfinder des Orctans und des Womanizers.

Pressebild, privat

Herr Lenke, was macht den Orctan so einzigartig?
Der Orctan ist eines der ersten Toys weltweit, welches nahezu lautlos ist, obwohl es mechanisch angetrieben wird. Das ist toll, weil man sich so viel besser auf sich selbst konzentrieren kann. Zudem haben wir bewusst ein Design gewählt, mit dem wir uns vom Markt abheben. Unser Toy erinnert eher an ein Hypercar als an ein Sexspielzeug. Es ist ein Lifestyle-Produkt.

Wie kam Ihnen die Idee?
Durch den Welterfolg des Womanizers kamen immer mehr Männer auf mich zu und fragten, ob es nicht etwas Vergleichbares für den Mann gebe. Also machte ich mich ans Werk und entwickelte mit meinem Team zuerst eine Grundidee, aus der später der Prototyp entstand. Durch den Womanizer haben wir erreicht, dass über 90 Prozent der Frauen mit unserem Produkt glücklich sind. Nun habe ich mich den männlichen Problemen am Markt gewidmet.

Haben Sie den Orctan auch selbst ausprobiert?
Natürlich, ich war der Erste, der das Produkt getestet hat. Nach einigen Selbsttests haben wir das Toy weiterentwickelt. Erst nach etwa anderthalb Jahren wurden Probanden gesucht, die uns ihr Feedback geben sollten. Intern haben rund 30 Mitarbeiter aus verschiedenen Altersgruppen das Toy bis jetzt ausprobiert. Im Gesamten dauerte die Entwicklungszeit etwa drei Jahre. Heute bietet der Orctan mehrere Verwöhnprogramme plus ein – wie ich es nenne – Feuerwerksprogramm, mit dem es bei fast allen Männern ganz schnell geht. Die Probanden berichteten ebenfalls, dass das Toy ein anderes Orgasmusgefühl gebe, welches länger anhalte. Zudem passt der Orctan auf alle Penisgrössen, das war eine der grössten Herausforderungen in der Entwicklung.
Was wünschen Sie sich für die Zukunft?
Der Womanizer hat den Gebrauch von Sextoys bei Frauen sehr enttabuisiert. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass auch die Männer lockerer werden. Sie machen zwar oft flotte Sprüche, doch Gespräche über Sexspielzeuge sind in Männerrunden noch immer verpönt. Ich hoffe, dass der Orctan hilft, dieses Tabu zu brechen.

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