Deutschland: Ist der nächtliche Jogger (20) Hannas (23) Mörder?

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DeutschlandIst der nächtliche Jogger (20) Hannas (23) Mörder?

Ursprünglich galt der 20-Jährige als «wichtiger Zeuge». Doch nach neuen Hinweisen nahm die Polizei ihn in dem Morddelikt als dringend tatverdächtig fest. 

von
Dominik Fischer
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Die Leiche von Hanna wurde am 3. Oktober in Aschau im Chiemgau entdeckt. Nun sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. 

Die Leiche von Hanna wurde am 3. Oktober in Aschau im Chiemgau entdeckt. Nun sitzt ein Tatverdächtiger in Untersuchungshaft. 

PP Oberbayern Süd
Die 23-Jährige war zwischen zwei und drei Uhr nachts auf dem Heimweg vom Club «Eiskeller» getötet worden.

Die 23-Jährige war zwischen zwei und drei Uhr nachts auf dem Heimweg vom Club «Eiskeller» getötet worden.

Eiskeller.club
Eine Holzuhr mit zerrissenem Armband fand in der Folge von «Aktenzeichen XY», die Hannas Fall behandelte, besondere Beachtung. Nach der Sendung gingen etwa 90 Hinweise bei der Polizei ein.

Eine Holzuhr mit zerrissenem Armband fand in der Folge von «Aktenzeichen XY», die Hannas Fall behandelte, besondere Beachtung. Nach der Sendung gingen etwa 90 Hinweise bei der Polizei ein.

Polizeipräsidium Oberbayern Süd

Darum gehts

  • Im Fall der im Oktober getöteten 23-jährigen Hanna gibt es einen dringenden Tatverdächtigen. 

  • Der mutmassliche Täter hatte die gleiche Schule besucht und wohnte nur einen Kilometer entfernt von ihr. 

  • In der Tatnacht soll er mit einer Stirnlampe durch Aschau im Chiemgau gejoggt sein. 

Neue Erkenntnisse im Fall der getöteten Hanna:  Ein Jogger, der sich bereits früh als Zeuge bei der Polizei meldete, soll der Täter sein. Er soll in der Tatnacht zwischen zwei und drei Uhr morgens joggend mit einer Stirnlampe unterwegs gewesen sein, wie die «Bild» berichtet. Inzwischen befindet sich der Tatverdächtige in Untersuchungshaft. 

Vom «wichtigen Zeugen» zum dringend Tatverdächtigen

Ursprünglich hatte die Polizei den 20-Jährigen als «wichtigen Zeugen» bezeichnet. Er hatte sich bei den Ermittlern gemeldet, nachdem diese die Suche nach einem Mann gestartet hatten, der in der Tatnacht durch Aschau im Chiemgau gejoggt war. 

Der Verdacht gegen den mutmasslichen Täter ergab sich nun nach weiteren Zeugenhinweisen. Die Ermittler gehen davon aus, dass Hanna auf dem rund zwölfminütigen Heimweg aus der lokalen Disco «Eiskeller» ihrem Mörder begegnete. Dieser soll die Medizinstudentin durch «äussere Gewalteinwirkung» getötet haben. Am 3. Oktober wurde ihre Leiche aus dem Fluss Prien im bayerischen Aschau geborgen.

Der 20-Jährige und die 23-jährige Hanna wohnten nur einen Kilometer voneinander entfernt und sollen die gleiche Primarschule in der 6000-Einwohner-Gemeinde besucht haben, jedoch in unterschiedlichen Jahrgängen. Der mutmassliche Täter soll zudem Lernschwierigkeiten gehabt und eine Förderschule besucht haben. Inzwischen befand er sich in Ausbildung. 

Der 20-Jährige steht unter «Haftschock»

Bislang schweigt der mutmassliche Täter zu den Vorwürfen. Gemäss seinem Anwalt habe er derzeit einen «Haftschock». «Er hatte noch nie mit der Polizei zu tun, ist jetzt isoliert in der Zelle. Er hat keinen Kontakt zu den Eltern, ist komplett aus dem Leben gerissen», so der Anwalt. 

Die Soko «Club» der deutschen Polizei will in den nächsten Wochen und Monaten noch 400 weitere Disco-Besucherinnen und -Besucher vernehmen und spricht von einer «Mammutaufgabe». Anfang November hatte die Polizei in der Fernsehsendung «Aktenzeichen XY» die Bevölkerung um Mithilfe gebeten. Danach gingen etwa 90 Hinweise bei der Soko ein, insbesondere zu einer hölzernen Armbanduhr, die die Ermittler gefunden hatten. Sie gehen davon aus, dass die Uhr bei der Auseinandersetzung zwischen Hanna und dem Täter zu Bruch ging. 

Trauerst du oder trauert jemand, den du kennst?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Lifewith.ch, für betroffene Geschwister

Verein Regenbogen Schweiz, Hilfe für trauernde Familien

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

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