Aktualisiert 28.07.2016 09:46

GotthardIst die Ampel die Ursache für den tödlichen Unfall?

Nach dem tödlichen Unfall vor dem Gotthardtunnel zeigt sich: Es bestehen Parallelen zu einem anderen Unglück an fast derselben Stelle.

von
woz
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Eine deutsche Familie mit zwei Mädchen im Alter von 8 und 12 Jahren ist am Dienstagmittag bei einem Unfall auf der A2 vor dem Gotthard ums Leben gekommen.

Eine deutsche Familie mit zwei Mädchen im Alter von 8 und 12 Jahren ist am Dienstagmittag bei einem Unfall auf der A2 vor dem Gotthard ums Leben gekommen.

M.Franjo
Ihr Auto wurde zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt.

Ihr Auto wurde zwischen zwei Lastwagen eingeklemmt.

M. Franjo
Auch am Mittwochmorgen waren am Unglücksort noch Spuren des Unfalls zu sehen, wie Tio.ch schreibt. Feuerwehrleute räumten Schrauben, Öl und Eisenstücke mit einer speziellen Maschine von der Fahrbahn weg.

Auch am Mittwochmorgen waren am Unglücksort noch Spuren des Unfalls zu sehen, wie Tio.ch schreibt. Feuerwehrleute räumten Schrauben, Öl und Eisenstücke mit einer speziellen Maschine von der Fahrbahn weg.

M. Franjo

Bei einem schweren Unfall in Piotta TI starb vor zwei Tagen eine vierköpfige Familie. Die Eltern und ihre beiden Töchter aus Deutschland standen am Ende eines Staus, als ein 50-jähriger Lenker mit seinem Lastwagen auf das Auto auffuhr. Gemäss «Blick» war der Grund für den Stau die Ampelanlage vor dem Stalvedrotunnel. In einer Art Tropfsystem lässt diese Autos passieren – sie schaltet im Minutentakt von rot auf grün und umgekehrt.

Zweck der Ampel: Sie soll die Sicherheit erhöhen. Doch bereits im Mai sind fast an derselben Stelle eine Mutter und eine Tochter aus Israel ums Leben gekommen. Auch in diesem Fall ist ein Fahrzeug auf das Stauende aufgefahren.

«Ampel ist hochgefährlich»

Chauffeur Tiziano Marcato ist der Meinung, dass die Ampel die Sicherheit nicht erhöht, im Gegenteil: «Als vor Jahren die Ampel aufgestellt wurde, dachte ich, das ist hochgefährlich.»

Im «Blick» ist nun gar von einer «Todesfalle» die Rede. Dennoch hält das Bundesamt für Strassen an der Ampel fest. «Ist die Dosierung aktiv, wird dies weit im Voraus signalisiert und angekündigt», sagt Astra-Sprecher Guido Bielmann.

Die Unfallursache ist immer noch Gegenstand der Ermittlungen. Der Unfallverursacher schwebt in Lebensgefahr. Er befindet sich auf der Intensivstation des Luganeser Regionalspitals.

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