Aktualisiert 05.01.2011 13:39

Haarausfall

Ist die Männerglatze bald passé?

Schwindendes Haar lässt viele Männer seelisch leiden. Doch das könnte bald der Vergangenheit angehören: US-Wissenschaftler sind jetzt auf den Grund für die irreversible Kahlheit gestossen.

von
rre

Das Rätsel um kahle Männerköpfe ist gelöst: Wissenschaftler der University of Pennsylvania fanden heraus, dass haarproduzierende Stammzellen das ursprüngliche männliche Haupthaar partiell für immer verschwinden lassen. Dabei sind die betreffenden Stammzellen nicht tatenlos, sondern höchstens ineffizient. Statt dichtem Haar stellen die defekten Zellen lediglich feines, mit blossem Auge unsichtbares Haar her.

Nun glauben die Wissenschaftler «BCC News» zufolge, dass auf Basis der neu gewonnenen Erkenntnisse ein Medikament zur Reaktivierung des «normalen» Haarwachstums hergestellt werden könnte. Denkbar ist für die Forscher beispielsweise eine Creme, die auf die kahlen Stellen appliziert wird.

George Cotrsarelis, Leiter der Studie, gibt sich zuversichtlich: «Unsere Untersuchungen zeigen, dass sich in der männlichen Kopfhaut noch eine gewisse Anzahl funktionierender haarproduzierender Stammzellen befindet. Diese könnten - so hoffen wir - wieder reaktiviert werden.» Die Ergebnisse der Studie wurden im «Journal of Clinical Investigation» veröffentlicht.

Bisher war unklar, welche Mechanismen für den Verlust der männlichen Haarpracht verantwortlich sind. Experten gehen von einer Beteiligung des männlichen Hormons Testosteron wie auch von erblichen Faktoren aus.

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