Julia Faustyna: Ist die Polin die vermisste Schweizerin Livia Schepp?

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Julia FaustynaIst die polnische «Maddie McCann» in Wahrheit eine vermisste Schweizerin?

Julia Faustyna wurde bekannt damit, dass sie behauptete, die vermisste Maddie McCann zu sein. Fachleute bestritten das. Doch jetzt wird lanciert, sie könnte Livia Schepp sein, die 2011 entführt wurde.

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Julia Faustyna behauptet, die vor rund 16 Jahren verschwundene Madeleine McCann zu sein. Ist sie in Wahrheit die vermisste Schweizerin Livia Schepp?

Julia Faustyna behauptet, die vor rund 16 Jahren verschwundene Madeleine McCann zu sein. Ist sie in Wahrheit die vermisste Schweizerin Livia Schepp?

Screenshot Instagram/iammadeleinemccann
Eine Gesichtsanalyse widerlegt die Behauptung, sie sei Maddie.

Eine Gesichtsanalyse widerlegt die Behauptung, sie sei Maddie.

Screenshot Instagram/iammadeleinemccann
Das britische Mädchen wurde 2007 in Portugal entführt.

Das britische Mädchen wurde 2007 in Portugal entführt.

imago/ZUMA Press

Darum gehts

  • Julia Faustyna behauptet, sie sei die 2007 entführte Madeleine McCann.

  • Nun gibt es eine neue Behauptung: Sie könnte Livia Schepp sein, die 2011 in der Romandie von ihrem Vater entführt worden ist.

  • Die Polin habe einem DNA-Test bereits zugestimmt, heisst es. Ein Experte sagt jedoch, es handle sich nicht um dieselbe Person.

Julia Faustyna denkt, dass sie Maddy McCann ist – das britische Mädchen, das 2007 in den Ferien in Portugal verschwand. Auf Instagram hatte sie sich an die Öffentlichkeit gewandt und versucht zu beweisen, dass es sich bei Maddie und ihr um ein und dieselbe Person handelt. 

Die Polin habe den gleichen Augenfleck wie Maddie und sogar das Muttermal am Bein stimme mit alten Fotos von Maddie überein. Sie behauptet zudem, dass ihre Familie immer sehr vage und ausweichend über ihre Kindheit gesprochen habe, von der es keine Fotos gebe. 

Ist sie die vermisste Livia Schepp?

Eine Verhaltensanalystin und ein forensischer Berater, die Bilder von Julia Faustyna und Maddie McCann verglichen, kamen aber zu dem Ergebnis, dass es sich mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht um dieselbe Person handelt. Die Familie von Faustyna meldete sich ebenfalls und bat sie, ihre «Lügen und Manipulationen» zu beenden.

Nun hat der Fall eine neue Wendung bekommen. Wie das US-Onlinemagazin «Radar Online» und die australische Newswebseite News.com.au berichten, könnte es sich bei Faustyna um Livia Schepp handeln – eines der beiden Zwillingsmädchen, die 2011 von ihrem Vater aus Lausanne entführt worden waren und die seitdem unauffindbar sind. Die Polizei vermutete stets, der Entführer, den man später tot in Italien fand, habe die Mädchen umgebracht.

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Dieses Vergleichsbild kursiert in den sozialen Medien: Links Livia Schepp, rechts Julia Faustyna.

Dieses Vergleichsbild kursiert in den sozialen Medien: Links Livia Schepp, rechts Julia Faustyna.

Facebook

Julia Faustyna bereit zum DNA-Test

Ursprung dieser neuen Hypothese sind zahlreiche Internet-Userinnen und -User, die feststellten, dass Faustyna Livia viel ähnlicher sehe als Maddie. Eine Privatdetektivin, die die Polin in diesem Fall vertritt, gab gegenüber «Radar Online» an, man habe bereits mit der Familie von Livia Schepp gesprochen. Diese habe gefragt, ob Faustyna zu einem DNA-Test bereit wäre. Diese habe das bejaht.

Eine Software-Firma aus Winterthur erteilt der Hypothese allerdings bereits jetzt eine Absage. Gegenüber «Blick» sagt sie: «Wir haben das ebenfalls überprüft. Auch hier kann ich mit 99-prozentiger Sicherheit sagen, dass Julia nicht Livia Schepp ist. Der Unterschied der Gesichter ist viel zu gross.» 

Verschwunden 2011 in Saint-Sulpice VD

Livia Schepp und ihre Schwester Alessia verschwanden im Jahr 2011. Der 43-jährige Vater war mit ihnen aus Saint-Sulpice VD, fünf Kilometer von Lausanne entfernt, weggelaufen und hatte sie damit entführt. Der Schweizer war eine Woche lang durch Frankreich und Italien gereist und beging dann in Italien Suizid. Von den Mädchen, die damals sechs Jahre alt waren, fehlt seither jede Spur.

2013 sollen sie auf Sardinien gesichtet worden sein. Die lokale Polizei führte daraufhin eine Razzia bei einem Camp von Roma durch, die allerdings erfolglos blieb.

Hast du oder hat jemand, den du kennst, Suizidgedanken? Oder hast du jemanden durch Suizid verloren?

Hier findest du Hilfe:

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Muslimische Seelsorge, Tel. 043 205 21 29

Jüdische Fürsorge, info@vsjf.ch

Kinderseele Schweiz, Beratung für psychisch belastete Eltern und ihre Angehörigen

Angehörige.ch, Beratung und Anlaufstellen

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Pro Mente Sana, Tel. 0848 800 858

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