Pratteln BL: «Ist dieser Fahrplan für unsere Vierbeiner?»
Publiziert

Pratteln BL«Ist dieser Fahrplan für unsere Vierbeiner?»

Tiefhängende Busfahrpläne stellen die Einwohner der Baselbieter Gemeinde Pratteln vor ein Rätsel. Offensichtlich waren keine Vandalen am Werk.

von
mis
1 / 7
In Pratteln hängen die Fahrplanschilder zu tief. Rolf Wehrli, Gemeinderat aus Pratteln, brachte die Prattler zum spekulieren: «Ist das wohl ein Fahrplan für unsere Vierbeine?» wundert er sich, da sich in unmittelbarer Nähe eine Tierklinik befindet.

In Pratteln hängen die Fahrplanschilder zu tief. Rolf Wehrli, Gemeinderat aus Pratteln, brachte die Prattler zum spekulieren: «Ist das wohl ein Fahrplan für unsere Vierbeine?» wundert er sich, da sich in unmittelbarer Nähe eine Tierklinik befindet.

Rolf Wehrli
Schon bald hagelte es viele Kommentare. Auch der Politiker Marc Oliver Bürgi machte sich einen Witz daraus: «Für Zwerge und Hobbits – süss.»

Schon bald hagelte es viele Kommentare. Auch der Politiker Marc Oliver Bürgi machte sich einen Witz daraus: «Für Zwerge und Hobbits – süss.»

Marc Oliver Bürgi
Vielleicht sei es aber auch eine Vorkehrung für Fasnächtler: «Für diejenigen, die dann nicht mehr stehen können», glaubt eine weitere Userin.

Vielleicht sei es aber auch eine Vorkehrung für Fasnächtler: «Für diejenigen, die dann nicht mehr stehen können», glaubt eine weitere Userin.

screenshot facebook

Wer in Pratteln auf dem Fahrplan schauen möchte, wann der nächste Bus kommt, muss ziemlich tief in die Knie. Rund 15 Fahrplanschilder sind eine Etage tiefer gerutscht und lassen Einwohnern heiter rätseln. Gemeinderat Rolf Wehrli animierte die Prattler auf seiner Facebook-Seite mit einem Bild eines tiefergelegten Fahrplans vom Schmittiplatz zum Spekulieren: «Ist das wohl ein Fahrplan für unsere Vierbeiner?» wundert er sich, da sich in unmittelbarer Nähe eine Tierklinik befindet.

Auf seinen Post hagelte es zahlreiche Kommentare: «Das ist für die Kleinen», vermutet eine Userin. Der Politiker Marc Oliver Bürgi kann sich das kuriose Bild nur mithilfe blühender Fantasie erklären: «Für Zwerge und Hobbits – süss.» Vielleicht ist es aber auch eine Vorkehrung für Fasnächtler, glaubt eine Prattlerin: «Für diejenigen, die dann nicht mehr stehen können.» Womöglich seien die Stangen aber einfach nur runtergerutscht, vermutet eine weitere Userin. Eines scheinen jedoch alle auszuschliessen: Vandalismus. Vielmehr vermuten sie, dass die Fahrpläne mit Vorsatz so montiert wurden.

Wehrli hatte sich darauf am Dienstag noch in der Gemeinderatssitzung erkundigt. Aber niemand konnte dem Vorsteher des Baudepartements eine schlüssige Antwort geben. «Wer weiss, vielleicht reicht es zu einem Sujet oder für einen Schnitzelbank an der Prattler Fasnacht.»

Beheben das so schnell wie möglich

Absicht steckte natürlich nicht dahinter. Die Betreiberin der Buslinie kennt des Rätsels Lösung. Sie liess erst kürzlich neue Fundamente für die Pfosten giessen. «Es war geplant, dass die alten Pfosten bis zur Installation der neuen Pfosten im November auf der richtigen Höhe in das neue Fundament eingelassen werden», erklärt Simon Dürrenberger, Leiter Markt der Auto Bus AG Liestal. Durch ein Versehen bemerkte man jedoch erst nachträglich, dass die alten Pfosten ein wenig zu gut in die Fundamente passen: «So sind sie 50 cm in den Boden versunken», erklärt er weiter.

Dürrenberger versichert aber, dass der ungewollte Streich schon bald ein Ende haben wird und die Buspassagiere wieder auf gewohnter Ebene die Schilder lesen können – ohne sich dabei den Rücken zu verrenken: «Natürlich war das nicht die Idee und wir sind schon dabei, das Problem so schnell wie möglich zu beheben.»

Deine Meinung