Aktualisiert 04.10.2018 10:05

Unterwegs mit der Baselbieter Polizei

«Ist dir unwohl, kannst du die Dienstwaffe ziehen»

In der neuen SRF-Reporter Serie «Crime» gewährt der Baselbieter Polizist Yves Chappuis den Zuschauern Einblick in seinen Alltag. Nicht immer war die Sicherheit der Kameraleute gewährleistet.

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In der neuen Crime-Serie des SRF zeigt der Baselbieter Yves Chappuis den Zuschauer seinen Alltag als Polizist bei der Polizei Basel-Landschaft. Der Film läuft am Sonntag, 7. Oktober, auf SRF.

In der neuen Crime-Serie des SRF zeigt der Baselbieter Yves Chappuis den Zuschauer seinen Alltag als Polizist bei der Polizei Basel-Landschaft. Der Film läuft am Sonntag, 7. Oktober, auf SRF.

Matthias Willi
In der Serie geht es darum, der breiten Öffentlichkeit die spannende aber auch anspruchsvolle Arbeit von Polizisten näher zu bringen.

In der Serie geht es darum, der breiten Öffentlichkeit die spannende aber auch anspruchsvolle Arbeit von Polizisten näher zu bringen.

SRF
Chappuis ist selber schon 15 Jahre bei der Polizei tätig. Während des Films rückt er wegen eines Banküberfalls, eines Hotel-Einbruchs oder sogar wegen eines Angriffes auf ein Kind aus.

Chappuis ist selber schon 15 Jahre bei der Polizei tätig. Während des Films rückt er wegen eines Banküberfalls, eines Hotel-Einbruchs oder sogar wegen eines Angriffes auf ein Kind aus.

screenshot SRF

Spektakuläre Verfolgungsjagden, mit gezückter Waffe Kriminelle verhaften oder Verdächtige beschatten: Das Fernsehen prägt unsere Vorstellung vom Polizeiberuf. Doch entspricht dieses Bild auch der Realität? Die SRF-Sendung «Reporter» beleuchtet in ihrer neuen Serie «Crime» das Thema Kriminalität aus vier verschiedenen Blickwinkeln. Wie der Alltag eines Polizisten tatsächlich aussieht, zeigt der Baselbieter Yves Chappuis am Sonntag, 7. Oktober, in der Auftaktsendung.

Seit rund 15 Jahren arbeitet Chappuis schon bei der Polizei Basel-Landschaft. Erst hatte der Baselbieter aber eine Ausbildung zum Motorgerätemechaniker gemacht, was ihm in seinem heutigen Beruf erstaunlich viel hilft: «Es ist ein Vorteil, nicht zwei linke Hände zu haben», sagt er. Nicht zuletzt beim Schiessen. Denn: «Wenn es dir wirklich unwohl ist, kannst du immer noch die Dienstwaffe ziehen», sagt er in der Sendung.

Wenns brenzlig wurde, musste die Kamera warten

Ob bei einem Banküberfall, einem Angriff auf ein Kind oder während eines Hotel-Einbruchs: Chappuis liess den Kameramann an seiner aufregenden aber zuweilen knallharten Realität teilhaben. «Zu Beginn war es ungewohnt, dass ständig die Kamera auf mich gerichtet war», sagt er. Wichtig in seinem Beruf sei vor allem die Sicherheit seiner Mitmenschen, was bei einem Notfalleinsatz zeitweise gar nicht so einfach war: «Nicht bei allen Einsätzen konnte ich zu Beginn die Sicherheit für den Kameramann verantworten. Ich musste erst die Situation abwägen und habe ihn dann erst später zum Ereignisort geholt.»

Doch nicht nur für Chappuis war die Arbeit in Begleitung eines Kameramanns ungewohnt, auch die Menschen, denen er während seines Einsatzes begegnete, reagierten unterschiedlich: «Die einen nahmen den Kameramann gar nicht richtig wahr, die anderen gaben mir zu verstehen, dass sie nicht im Fernsehen erscheinen möchten.» Besonders überrascht hat ihn aber ein heikler Fall mit einem Kind: «Die Familie willigte sogar ein, dass der Einsatz gefilmt werden durfte.»

«Öffentlichkeit einen realistischen Einblick geben»

Die Baselbieter Polizei betrachtet die Sendung als gute Chance, der Gesellschaft einen Einblick in den spannenden, aber auch anspruchsvollen Alltag eines Polizisten zu geben, wie Sprecher Gaugler: «Wir wollen der Öffentlichkeit einen realistischen Einblick in den beruflichen Alltag eines Polizisten geben.»

Gaugler betont, dass sich die Polizei nicht in erster Linie einen gezielten Werbe-Effekt als Arbeitgeber erhoffe. Trotzdem freuen man sich natürlich immer über neue Verstärkung: «Wenn sich wegen der Sendung jemand als Polizist bei der Polizei Basel-Landschaft bewirbt, ist dies natürlich umso erfreulicher.»

Der Trailer zur Sendung. (Video: SRF)

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