Apple-Update: Ist Ihr iPhone schon bereit für iOS 8?
Aktualisiert

Apple-UpdateIst Ihr iPhone schon bereit für iOS 8?

Apple hat das neue mobile Betriebssystem iOS 8 veröffentlicht. Damit das Update reibungslos verläuft, sollten iPhone, iPad und iPod Touch entsprechend vorbereitet sein.

von
pst

Wie gut ein Smartphone oder Tablet funktioniert, hängt stark vom genutzten Betriebssystem ab. Apple aktualisiert heute das für iPhone, iPad und iPod Touch ausgelegte iOS von Version 7 auf Version 8. Damit das Firmware-Update reibungslos verläuft, sollten Nutzer ihre Apple-Geräte vor der Installation gründlich ausmisten.

Hier ein Sieben-Punkte-Plan, wie Sie Ihr Gerät optimal für das Software-Update vorbereiten.

1. Funktioniert iOS 8 auf Ihrem Gerät?

Zunächst sollten Sie sich vergewissern, dass Ihr mobiles Apple-Gerät überhaupt für das Update infrage kommt und nicht zu alt ist. Aktualisiert werden können iPhones ab Generation 4S (das iPhone 4 bekommt keine Updates mehr), iPods ab der fünften Generation sowie alle Apple-Tablets ab dem iPad 2 (siehe dazu auch die Info-Box). Die neuen Modelle iPhone 6 und iPhone 6 Plus haben iOS 8 bereits vorinstalliert.

2. Löschen Sie überflüssige Daten

Kommt Ihr Device für das Update infrage, muss das Gerät über ausreichend Speicherplatz verfügen. Für iOS 7 etwa waren gut 750 Megabyte nötig. Es ist davon auszugehen, dass das neue Betriebssystem ähnlich viel Speicher frisst. Sollten sich zu viele Daten auf ihrem Gerät befinden, räumen Sie auf. Wie viel Platz Sie für die neue Firmware haben, erfahren Sie in den allgemeinen Einstellungen respektive unter Info.

Am einfachsten löschen Sie überflüssige Daten über iTunes (beispielsweise Film-, Musik- oder Bilddateien) und führen dann eine Synchronisation durch. Zudem sollten Sie den Surf-Verlauf löschen. Das machen Sie, indem Sie in den Einstellungen Safari anwählen und anschliessend den Verlauf sowie Cookies und Daten löschen.

3. Entfernen Sie nutzlose Anwendungen

Kontrollieren Sie, ob sich auf ihrem Gerät allenfalls Apps befinden, die Sie nur sehr selten oder gar nicht brauchen. Es kann sein, dass einige Anwendungen unter dem neuen Betriebssystem gar nicht mehr funktionieren. Aus diesem Grund sollten Sie sich vor dem Update von allzu alten Apps trennen. Wollen Sie eine Anwendung von ihrem Apple-Gerät verbannen, halten Sie ihren Finger etwas länger auf die zu löschende App. Vibriert das Icon, tippen Sie auf das erschienene Kreuz-Symbol in der oberen Ecke der Anwendung und wählen Sie Löschen.

4. Frischen Sie iOS stets auf

Grundsätzlich gilt: Erscheint ein neues Update, sollte man es auch installieren. Um herauszufinden, mit welcher iOS-Version ihr mobiles Apple-Gerät läuft, gehen Sie in die allgemeinen Einstellungen und wählen Info an. Hier wird angezeigt, welche Firmware das Gerät nutzt. Sollte es sich hierbei nicht um iOS 7 handeln, sollten Sie dringend eine Softwareaktualisierung (unter der Kategorie Allgemein) durchführen. Sollte Ihr Gerät bereits auf dem aktuellen Stand sein, bekommen Sie das Update, sobald verfügbar, auf Version 8 angeboten.

5. iTunes aktualisieren

Apple-Geräte sind eng an iTunes gekoppelt. Neben der Aktualisierung auf dem Mobilgerät selber können Sie ihr iPhone, iPad oder ihren iPod auch über die Musikverwaltungssoftware upgraden. Damit es hierbei zu keinen Problemen kommt, sollten Sie auch iTunes auf den neusten Stand bringen. So vermeiden Sie Probleme bei der Synchronisation am Computer und gehen keine Sicherheitsrisiken ein.

Um iTunes zu erneuern, wählen Sie in der Menüleiste oben auf dem Computerbildschirm Nach Updates suchen. Daraufhin checkt iTunes, ob ein Update nötig ist.

Sehr wichtig ist auch, dass Sie in regelmässigen Abständen eine vollständige Datensicherung (Backup) ihres Mobilgeräts auf dem Computer oder in der Cloud anlegen.

6. Akku muss möglichst voll sein

Wie bei allen Updates sollte der Akku mobiler Geräte über ausreichend Strom verfügen. Wollen Sie Ihr iPhone nicht per Kabel über den Computer aktualisieren, stellen Sie vorher sicher, dass der Stromspeicher möglichst voll ist. Geht einem Gerät während des Updates der Saft aus, kann dies Datenverlust oder gar einen Defekt zur Folge haben.

7. Aktivieren Sie nicht iCloud Drive!

Als eines der neuen Continuity-Features veröffentlicht Apple zusammen mit iOS 8 auch die Cloud-basierte Speicherplattform iCould Drive. Sie funktioniert ähnlich wie Google Drive oder Dropbox. Mit iCloud Drive können Dateien über Apps auf mehreren iOS- und OS-X-Geräten geteilt werden.

iCloud Drive ist aber nur mit iOS 8 und OS X Yosemite basierenden Mac-Computern kompatibel. Das Problem: OS X Yosemite gibt es noch nicht! Wer iCloud Drive aktiviert, verhindert, dass iOS-Apps mit den entsprechenden OS-X-Anwendungen synchronisiert werden können. Erst mit dem Release von Yosemite wird das möglich sein. Sobald das neue Mac-Betriebssystem erhältlich ist, können Sie auch iCloud Drive über die Einstellungen aktivieren.

Apple verbessert iCloud-Sicherheit

Nicht zuletzt wegen der Nackt-Selfie-Affäre hat Apple die Zwei-Faktor-Authentifizierung nun auf iCloud-Backups ausgeweitet. Dies war nicht nur wegen negativer Presse rund um iCloud und geklaute Zugangsdaten erforderlich geworden, sondern hauptsächlich, weil iOS 8 heute Abend das neue iCloud Drive mitbringt. Wer Inhalte im Dropbox-Konkurrenten lagern möchte, soll diese nun zusätzlich absichern können. Externe Dienste respektive Apps, die auf die iCloud zugreifen, müssen zudem spätestens ab dem 1. Oktober mit einem anwendungsspezifischen Passwort ausgestattet sein.

Apples Zwei-Faktor-Authentifizierung funktioniert über einen Verifizierungs-Code, der dem Nutzer nach Eingabe von Apple-ID und dazugehörigem Passwort zugeschickt wird.

Diese Apple-Geräte können auf iOS 8 aktualisiert werden:

iPhone 4S

iPhone 5

iPhone 5C

iPhone 5S

iPod touch (fünfte Generation)

iPad 2

iPad mit Retina Display

iPad Air

iPad mini

iPad mini mit Retina-Display

Deine Meinung