Ist Jay-Z 150 Millionen Dollar wert?
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Ist Jay-Z 150 Millionen Dollar wert?

Live Nation mischt die kriselnde Musikbranche auf: Nach Madonna und U2 wolle der amerikanische Konzertveranstalter auch Rap-Star Jay-Z an sich binden - für satte 150 Millionen Dollar.

Der Zehnjahresvertrag, einer der höchsten in der Geschichte der Musikindustrie, würde Live Nation die Kontrolle über praktisch alle geschäftlichen Aktivitäten von Jay-Z geben - von der CD-Produktion über Tourneen bis hin zu Fanartikeln oder einer eigenen Modekollektion.

Angesichts stetig rückläufiger CD-Verkäufe ist die Musikbranche im Umbruch. Während die etablierten Musikkonzerne schwer mit den Umsatzeinbussen zu kämpfen haben, wächst die Bedeutung anderer Einnahmequellen wie Konzerttourneen. Da zumindest etablierte Musiker mit Live-Auftritten zum Teil mehr Geld verdienen können als mit CD-Verkäufen, gelten Konzertveranstalter als eine neue Macht im Geschäft.

Live Nation hat sich dabei als besonders aggressiver Angreifer profiliert: Im vergangenen Jahr schnappte die Firma Superstar Madonna mit einem angeblich 120 Millionen Dollar schweren Vertrag dem Musikkonzern Warner Music weg.

Robbie und «Boss» überrundet

Vor einigen Tagen wurde bekannt, dass auch die irische Rockband U2 sich für zwölf Jahre an Live Nation binden will. Im Gegensatz zu den Deals mit Madonna und Jay-Z behalten die Rockstars um Frontmann Bono aber ihren Plattenvertrag beim weltgrössten Musikkonzern Universal Music.

Live Nation will Jay-Z gemäss «New York Times» und «Wall Street Journal» unter anderem jeweils zehn Millionen Dollar für drei vereinbarte Alben zahlen, sowie 25 Millionen Dollar für Konzertauftritte und auch 25 Millionen Dollar in seine eigenen Geschäftsaktivitäten investieren.

Das Volumen des Vertrags ist schwer zu vergleichen mit bisherigen Rekord-Deals in der Musikbranche, weil es früher vor allem um die klassische CD-Vermarktung ging.

So sorgte Robbie Williams 2002 mit einem 80-Millionen-Pfund- Vertrag mit dem britischen EMI-Konzern für Aufsehen. Ein 100 Millionen Dollar schwerer Kontrakt für Altrocker Bruce Springsteen soll einige Jahre später zur Ablösung des damaligen Chefs des Musikkonzerns Sony BMG geführt haben.

(sda)

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