Aktualisiert 25.07.2019 11:38

Blue Balls

Ist Lily Moore der Ed Sheeran von 2019?

Mit Lily Moore stand am Dienstag eine von Englands vielversprechendsten Newcomern auf der Bühne des Luzerner KKL. Der Gig zeigt: Ihre Fanbase düfte schnell wachsen.

von
fim

Der Buzz

Lily Moore ist dieses Jahr eine von ihnen: Am Blue Balls Festival stehen traditionsgemäss noch wenig bekannte Künstlerinnen und Künstler auf der Bühne. Zu ihnen gehörte 2014 auch Ed Sheeran – heute ist er der grösste Popstar der Welt.

Lily Moore ist 20 Jahre alt, aus Brighton und hat 2018 ihre erste EP veröffentlicht. Auf Instagram hat sie nicht ganz 9000 Follower. Ihre Videos und Singles erreichen aber immer mehr Leute – die Millionenmarke hat bis jetzt noch kein Song auf Spotify oder Youtube durchbrochen.

Doch sie gewinnt schnell Fans, auch wichtige: Vergangene Woche hat Englands Top-Musik-Influencerin Annie Mac (41) in ihrer Show auf BBC 1 Lily Moore vorgestellt – als einen «neuen Namen», den man sich merken sollte. Die Single «Over You» gehört für die BBC zu den besten neuen Pop-Tracks im Juli.

Der Hit

«Over You» ist vor zwei Wochen als Single erschienen. Der Track sticht auch beim Auftritt in Luzern heraus. Er bleibt hängen – mit trügerisch leichter Melodie, die die Mittelfinger-Attitüde kaschiert.

Hier zeigt sich: Lily hat das soulige Timbre von Amy Winehouse in der Stimme, den Pathos von Adele, aber auch die Eingängigkeit und Direktheit von Lily Allen.

Eine Zeile im Refrain im Break-up-Song geht so: «Ich wünschte, ich könnte dich ein Fuck-up nennen.» Lily singt das böse und mit schmerzverzerrtem Gesicht, aber cool.

Am Blue Balls performte Lily Moore den noch unveröffentlichten Song Walking Away – «weil ich ihn liebe». (Video: 20 Minuten)

Die Show

Gänsehaut-Momente schafft Lily Moore immer dann, wenn sie ganz allein mit ihrer Stimme den Luzernersaal im KKL füllt, nur von der Gitarre oder dem Keyboard begleitet. Es sind Momente, die wie ein Magnet die Aufmerksamkeit im Raum auf Lily ziehen.

Die einstige Strassenmusikerin performt ihre Songs durchs Band einwandfrei, macht ein paar wenige Sprüche («Es ist heiss hier, aber ich will mich nicht beklagen – ich komme aus England»). Bei ihrem ersten Konzert in der Schweiz bleibt Lily aber insgesamt brav – ihr sehr unterhaltsames Instagram-Ich würde auch der Bühnenshow gut tun. Noch ist sie weit weg von der Einzigartikeit, die Ed Sheeran so gross hat werden lassen.

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Lily Moore aus Brighton (mittlerweile wohnhaft in London) tritt am 23. Juli zum ersten Mal in der Schweiz auf, nämlich am Blue Balls Festival in Luzern. Die 20-Jährige klingt nicht nur wunderbar versoult und verraucht wie Amy Winehouse, auch ihr Insta-Game ist top. Nachfolgend präsentieren wir dir darum 15 Gründe, warum Lily zu den coolsten Menschen auf Instagram gehört und du dringend Follower von ihr werden solltest.

Lily Moore aus Brighton (mittlerweile wohnhaft in London) tritt am 23. Juli zum ersten Mal in der Schweiz auf, nämlich am Blue Balls Festival in Luzern. Die 20-Jährige klingt nicht nur wunderbar versoult und verraucht wie Amy Winehouse, auch ihr Insta-Game ist top. Nachfolgend präsentieren wir dir darum 15 Gründe, warum Lily zu den coolsten Menschen auf Instagram gehört und du dringend Follower von ihr werden solltest.

Instagram/lilymooremusic
1. Sie fährt mit der Londoner Tube, ohne sich irgendwo festzuhalten – Badass!

1. Sie fährt mit der Londoner Tube, ohne sich irgendwo festzuhalten – Badass!

Instagram/lilymooremusic
2. Sie kühlt sich in der aufgeheizten Tube die Stirn mit einem eiskalten Wasser – und schlürft derweil einen Mojito aus der Dose (schreibt sie jedenfalls in der Insta-Caption).

2. Sie kühlt sich in der aufgeheizten Tube die Stirn mit einem eiskalten Wasser – und schlürft derweil einen Mojito aus der Dose (schreibt sie jedenfalls in der Insta-Caption).

Instagram/lilymooremusic

Das Thema

Lilys Song sind durchzogen von einem einzigen Thema: Unerwiderte Liebe. Sie bringt das mit Herz rüber, die Texte sind sehr relateable.

Dabei wünscht man ihr, dass sie mit 20 Jahren noch nicht wirklich schon so viel Trennungs-, Ablehnungs- und Herzschmerz durchmachen musste.

Der Opener-Song «Why Don't You Look at Me». (Video: 20 Minuten)

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