Das Netz brodelt: Ist Macron ein Illuminat?
Publiziert

Das Netz brodeltIst Macron ein Illuminat?

Nach der Wahl von Emmanuel Macron zum neuen Präsidenten Frankreichs vertreibt sich die Twitter-Gemeinde die Zeit mit Scherzen und Verschwörungen.

von
kle

Im Herzen der französischen Hauptstadt feierten Tausende bei Partymusik den Wahlsieg von Emmanuel Macron. (Video: Tamedia Webvideo)

Der neue französische Präsident Emmanuel Macron wählte für seine Siegesrede am Sonntagabend den Platz vor dem weltberühmten Louvre-Museum. Wenn das nicht nach einer grossen Verschwörung riecht! Zumindest sind sich viele Twitterer sicher, dass die Kulisse vor der Glaspyramide in Paris nicht zufällig gewählt wurde – und dass Macron zu den Illuminaten gehört.

Der Geheimbund der Illuminaten, der Erleuchteten, will laut Verschwörungstheoretikern die Welt beherrschen und eine neue Gesellschaft schaffen, die nach Aufklärung und Vernunft strebt. Die Mitglieder agieren im Geheimen, unter ihnen gebe es viele Staatsoberhäupter wie auch Chefs multinationaler Unternehmen.

So feiert der neue Präsident

Macron gewinnt, Frankreich jubelt, Le Pen gratuliert: Die besten Momente nach dem Sieg Macrons.

Macron, das neue Sexsymbol

Andere debattieren lieber über die Sexyness des frisch gewählten Präsidenten. Sie vergleichen ihn mit Kanadas Präsident Justin Trudeau. Wer ist jetzt der Schönste?, lautet dabei die brennende Frage, die sowohl Frauen als auch Männer auf dem Kurznachrichtendienst beschäftigt.

Twitterer auf Spurensuche

Und wer ist der Mann mit Kappe, der auf der Bühne zwischen Macron und seiner Frau Brigitte die Marseillaise singt? Das bisher unbekannte Gesicht tauchte auf dem grossen Bildschirm auf, der Mann steht dem Paar noch näher als Macrons Stieftochter und Kampagnenhelferin Tiphaine. Das musste sofort geklärt werden.

Wie sich herausstellte, handelt es sich um Morgan Simon (31), der sich während des letzten Jahres bei Macrons Partei En Marche um die Gestaltung der Räumlichkeiten kümmerte, in denen Wahlkampfveranstaltungen stattfanden. Eigentlich sei er Pizzaiolo, erzählt er später «Franceinfo». Am Sonntag seien die engsten Mitglieder des Wahlteams auf die Bühne geladen worden und so sei er, ohne es zu wollen, im Zentrum gestanden.

Deine Meinung