Aktualisiert 14.08.2018 23:51

Releases der WocheIst Nicki Minaj immer noch die Queen des Raps?

Nicki Minaj muss sich mit ihrem vierten Album beweisen, Dave Grohl wagt einen Alleingang und mit dem Zürich Openair geht die Festivalsaison zu Ende – die Musik-News der Woche.

von
nei

Hier präsentieren wir dir wöchentlich ein neues Album und ein frisches Musikvideo. Zudem verschenken wir Tickets für ein Konzert, das wir wärmstens empfehlen.

Album der Woche: Nicki Minaj – «Queen»

Auch wenn Nicki Minaj wirkt wie eine Karikatur, muss man sie als Rapperin ernst nehmen. Man höre sich nur mal wieder ihre Strophe in Kanye Wests «Monster» an, mit der sie 2010 sogar Jay-Z alt aussehen liess.

Mittlerweile gehört die «Anaconda»-Sängerin aber selbst zu den älteren Eisen und frische Talente wie Cardi B sind dabei, ihr den Rang abzulaufen. Also holt Nicki mit ihrem vierten Album «Queen» zum Gegenschlag aus.

Das Problem: Sie ist so damit beschäftigt, sich selbst zurück auf den Thron zu hieven, dass es fast schon verkrampft wirkt. «Immerhin kann ich sagen, dass ich alle meine Raps selber schreibe», spottet sie etwa im Opener «Ganja Burn» – ein klarer Diss gegen Cardi, die angeblich mit Ghostwriter arbeitet.

In «Majesty» schaut Eminem vorbei und dreht das Tempo mit seiner typisch rasanten Kadenz hoch. Die aufregendsten Momente kommen allgemein von Gästen wie The Weeknd («Thought I Knew You»), Future («Sir») und Lil Wayne («Rich Sex» – Randbemerkung: Wie stoned war der Typ, als er diese Strophe genuschelt hat?). Die einstige Queen verblasst neben ihren Lakaien. Sie selbst brilliert eher in poppigeren Momenten wie der sanften Ballade «Bed».

Eines der stärksten Momente auf «Queen»: Das Ariana-Grande-Duett «Bed». (Quelle: Youtube / Nicki Minaj)

Eine Attitude wie damals in «Monster» hört man auf «Queen» nie. Statt weiterhin krampfhaft einen auf Badass-Barbie-Bitch zu machen, sollte die 35-Jährige deshalb lieber Selbstvertrauen beweisen und konsequent auf den reiferen Pop- und R&B-Sound, der hier stellenweise angedeutet wird, setzen.

«Queen» ist definitiv nicht das stärkste Album von Minajs Karriere, wie sie es vor dem Release angekündigt hatte. Als Übergangs-Werk zu einem neuen Stil, könnte es trotzdem eines der wichtigsten sein.

Video der Woche: Dave Grohl – «Play»

Foo-Fighters-Frontmann Dave Grohl beherrscht diverse Instrumente. Dies stellt er in «Play», einem neuen 23-minütigen (!) Instrumental-Song, unter Beweis. Grohl spielte jede einzelne Aufnahme selbst ein. Im Video ist er deshalb in mehrfacher Ausführung zu sehen. Der Song wird ausserdem begleitet von einer Kurz-Doku über die Entstehung.

Halb Musikvideo, halb Mini-Doku – Dave Grohls «Play». (Quelle: Youtube / Foo Fighters)

Konzerttipp: Das Openair mit dem wohl stärksten Line-Up

Zürich Openair; 22.-25. August; Rümlang.

Das Zürich Openair lässt in Sachen Acts einmal mehr so richtig die Muskeln spielen. Das Festival neben dem Flughafen bucht jedes Jahr Weltstars aus den verschiedensten Genres: Kendrick Lamar präsentiert sein mit einem Pulitzerpreis ausgezeichnetes Album «Damn», Britpop-Legende Liam Gallagher steht auf dem Programm und Justice machen alle Electro-Fans glücklich. Mit Lo & Leduc treten ausserdem die Genies hinter dem erfolgreichsten Schweizer Song aller Zeiten auf. Das ZOA ist das letzte grosse Openair der Saison und mit all diesen Hochkarätern der perfekte Abschluss für den Festivalsommer.

Wir verlosen 1 x 2 Viertagespässe für das Zürich Openair!

Schicke zur Teilnahme ein Mail an konzerte@20minuten.ch.

«Humble» muss das Zürich Openair mit diesen Acts nicht sein. (Quelle: Youtube / KendrickLamarVEVO)

Deine Meinung

Fehler gefunden?Jetzt melden.