Istanbul: CS Group und UBS schliessen Büros
Aktualisiert

Istanbul: CS Group und UBS schliessen Büros

Die beiden Schweizer Grossbanken Credit Suisse Group (CSG) und UBS haben ihre Büros in Istanbul nach den beiden Explosionen in der türkischen Stadt geschlossen.

Von den Anschlägen betroffen waren die britische HSBC und das britische Konsulat.

CS-Sprecher Martin Somogyi sagte am Donnerstag, dass die Bank derzeit die Sicherheitslage prüfe. Eine der beiden Explosionen, bei denen mindesten 25 Menschen ums Leben gekommen und rund 400 verletzt wurden, erfolgte einige 100 Meter entfernt vom CS-Büro.

Alle 20 Mitarbeiter seien unverletzt, sagte der CS-Sprecher. Die CS Group ist in der Türkei im den Bereichen Private Banking und im Kommerzkundengeschäft tätig.

Die UBS-Niederlassung in Istanbul mit vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sei für den restlichen Tag geschlossen worden, sagte ein UBS-Sprecher auf Anfrage. Das Büro soll am Freitag morgen wieder geöffnet werden.

Anschläge treffen zweitgrösste Bank der Welt

Die verheerenden Anschläge in Istanbul galten unter anderem der britischen Grossbank HSBC. Dabei wurden auch Mitarbeiter des Geldhauses getötet, die genaue Zahl der Opfer konnte die Bank zunächst aber nicht nennen.

Die 1865 in der früheren britischen Kolonie Hongkong gegründete Hongkong Schanghai Banking Corporation ist gemäss ihres Börsenwertes die zweitgrösste Bank der Welt. In Grossbritannien ist sie die Nummer eins.

Das Geldhaus ist seit 1990 in der Türkei vertreten und bietet dort für Unternehmen und Privatleute Finanzdienstleistungen sowie Beratungen für Investitionen an. 41 Filialen stehen Kunden in der Türkei offen. Ingesamt gibt es 157 HSBC-Vertretungen im Land, davon drei in der Metropole Istanbul.

Weltweit verfügt die Bank über ein weitgespanntes Netz. Mit insgesamt 9500 Filialen und Büros und 218 000 Angestellten ist sie nach eigenen Angaben in 79 Ländern vertreten und betreut 100 Millionen Kunden.

(sda)

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