Nachwuchsmangel: IT-Talente sollen nicht nach Zürich gehen

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NachwuchsmangelIT-Talente sollen nicht nach Zürich gehen

Viele St.Galler arbeiten im wachsenden IT-Sektor. Nun wird die Branche aktiv, weil Nachwuchsmangel droht.

von
tso
"IT St. Gallen rockt!". Mit solchen Plakaten werden St. Galler IT-Leute mit persönlichen Statements für den Standort St. Gallen werben. (Bild: Verein IT St. Gallen)

"IT St. Gallen rockt!". Mit solchen Plakaten werden St. Galler IT-Leute mit persönlichen Statements für den Standort St. Gallen werben. (Bild: Verein IT St. Gallen)

Jeder zehnte Arbeitnehmer in der Stadt St. Gallen ist in der Informatik- und Kommunikationsbranche tätig. Nur Zürich hat in der Schweiz einen höheren Anteil. Doch die örtlichen IT-Unternehmen kämpfen mit Rekrutierungsproblemen – so auch der in St. Gallen gegründete Softwarespezialist Abacus Research AG: «Die Magnetwirkung von Zürich ist nach wie vor grösser als jene von St. Gallen», sagt Geschäftsleitungsmitglied Thomas Köberl. Verschärft wird das Problem dadurch, dass laut Schätzungen der städtischen Standortförderung in den nächsten drei Jahren zu den 4000 IT-Stellen in St. Gallen bis zu 200 dazukommen.

Stärken nutzen und fördern

«Wir sind als Standort für Informationstechnik zu wenig bekannt», stellt Stadtpräsident Thomas Scheitlin fest. Darum unterstützt die Stadt mit 160 000 Franken die gestern lancierte Initiative «IT St. Gallen rockt!». Dahinter stehen 26 St. Galler IT-Firmen. «Die Initiative hat zum Ziel, junge IT-Talente in die Ostschweiz zu holen und hier zu behalten», so Martin Pulfer, Vorstandsmitglied vom Verein IT St. Gallen, der die Kampagne massgeblich finanziert. Diese soll zeigen, dass St. Gallen für Junge lebenswert ist: Beweisen soll dies ein Auftaktkonzert mit den Young Gods und Plakate mit Statements von jungen IT-Kräften.

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