Aktualisiert 14.11.2011 11:37

Märkte reagierenItalien-Anleihen sinken unter 7 Prozent

Italien kann nach dem Rücktritt von Silvio Berlusconi ein erstes Mal aufatmen. Die Staatsanleihen sinken unter die gefährliche 7-Prozent-Schwelle und verschaffen dem Land ein wenig Luft.

Asiens Börse reagierte erfreut auf die Veränderungen in Europa.

Asiens Börse reagierte erfreut auf die Veränderungen in Europa.

Nach dem Rücktritt von Ministerpräsident Silvio Berlusconi und den Auftrag zur Regierungsbildung an den früheren EU-Kommissar Mario Monti sind die Zinsen für italienische Staatsanleihen wieder deutlich unter die gefährliche Schwelle von 7 Prozent gesunken.

Für zehnjährige Anleihen musste der italienische Staat am Montag 6,4 Prozent zahlen. Vor Berlusconis Rücktritt waren die Zinskosten in der vergangenen Woche auf über 7 Prozent gestiegen. Italien will am Montag auch noch fünfjährige Anleihen im Umfang von bis zu 3 Milliarden Euro verkaufen.

Asiens Börsen im Plus

Bereits die asiatischen Aktienmärkte und der Euro haben in der Hoffnung auf ein entschlossenes Handeln der neuen Regierungen in Italien und Griechenland zum Wochenauftakt zugelegt.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent fester bei 8603 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 0,9 Prozent auf 735 Punkte. Anleger blickten mit Spannung auf den geplanten Verkauf fünfjähriger italienischer Staatsanleihen im Volumen von drei Mrd. Euro am Vormittag.

Euro stabil

Investoren hoffen, dass die beiden hoch verschuldeten Euro-Länder Italien und Griechenland mit neuen Regierungen nun zügig entschlossene Reformen angehen und damit ein Zusammenbruch der Euro- Zone verhindert wird. Der Euro zog in Fernost auf Kurse von gut 1,3750 Dollar an nach zuletzt 1,3745 in New York.

Auch an den Aktienmärkten in Südkorea, Taipeh und Singapur verbuchten die Papiere überwiegend Gewinne. In China lagen die wichtigsten Indizes in Hongkong und Shanghai sogar rund zwei Prozent im Plus.

In Tokio zogen vor allem Finanztitel an. Mitsubishi UFJ Financial legte knapp zwei Prozent zu, Sumitomo Mitsui Financial 2,2 Prozent und Mizuho Financial ebenfalls fast zwei Prozent. Sony-Aktien kletterten um 1,4 Prozent. Ein Konsortium unter Führung des Konzerns hat sich für 2,2 Mrd. Dollar den Musikrechte-Katalog von EMI gesichert. (sda/dapd)

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