Kampf gegen die 3. Welle : Italien fordert Schliessung von Schweizer Skipisten wegen Corona
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Kampf gegen die 3. Welle Italien fordert Schliessung von Schweizer Skipisten wegen Corona

In Italien sind die Skipisten derzeit geschlossen. Nun möchte die italienische Regierung diese Regelung ausbauen – auf ganz Europa.

von
Sven Forster

Die Titlis-Bergbahnen investieren viel Geld in ihr Corona-Schutzkonzept. Im Video siehst du die bestehenden und geplanten Massnahmen.

Darum gehts

  • Die italienische Regierung fordert die Schliessung von allen Skigebieten in Europa.

  • So soll eine mögliche dritte Welle verhindert werden.

  • In Italien sind die Skipisten derzeit geschlossen. Sie sollen erst wieder öffnen, wenn die Infektionszahlen sinken.

Die italienische Regierung geht davon aus, dass die Skiferien nach Weihnachten eine mögliche dritte Corona-Welle begünstigt. Wie die Zeitung «La Repubblica» berichtet, möchte die italienische Regierung, dass die Skipisten bis Ende Januar geschlossen bleiben – in ganz Europa, also auch in der Schweiz. Wie die Zeitung schreibt, wurden bereits Gespräche mit den Nachbarländern geführt.

Flums, Andermatt, Saas-Fee oder Zermatt wegen Corona geschlossen? Zum aktuellen Zeitpunkt undenkbar. Wie der «Blick» schreibt, dürften die italienischen Vertreter mit ihrem Vorschlag keine Chance haben. Neben Tourismusminister Guy Parmelin, setzt sich auch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga für Ferien im eigenen Land und somit auch den Wintersport ein.

«Retten Sie die Saison»

Italien möchte die Skipisten geschlossen halten und erst wieder öffnen, wenn die Infektionszahlen sinken. Besonderer Fokus der Italiener: Eine mögliche EU-Impfkampagne im Frühjahr des nächsten Jahres. Die Pläne der Regierung werden allerdings auch im eigenen Land nicht besonders geschätzt. Politiker von mehreren italienischen Skigebieten schreiben in einem gemeinsamen Statement: «Skifahren ist sicher. Schliessen Sie nicht die Lifte, sondern retten sie die Saison.» Derzeit ist es in Italien nicht erlaubt, Wintersport zu betreiben.

Das sind die besten Skigebiete

Rund 40’000 Wintersportler haben noch vor Corona ihren Favoriten aus 55 Skiresorts in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz gewählt. Sie bewerteten die Skigebiete in mehr als 20 Kategorien, woraus sich eine Gesamtpunktzahl ergab. Die hiesigen Skigebiete schnitten besonders gut ab – vier landeten in den Top 10.

Das Walliser Skigebiet Zermatt gewann mit einem Gesamtskore von 8,63 – deutlich mehr als die zweitplatzierte Destination Gröden/Seiser Alm in Südtirol (8,36). 0,01 Punkte weniger holten Arosa-Lenzerheide und Kronplatz (Südtirol). Weitere Top-Platzierungen im Gesamtranking: St. Moritz (5) und Saas-Fee (7).Für Zermatt ist es der dritte Sieg nach 2014 und 2016. Bei der letzten Ausgabe des Rankings landete Zermatt auf dem zweiten Platz hinter der italienischen Destination Kronplatz. Wie die Autoren der zweijährlich erscheinenden Studie mitteilen, ist die Crème de la Crème der Skigebiete bemüht, die Spitzenplatzierungen mit viel Engagement und entsprechenden Investitionen zu halten und auszubauen.

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