07.10.2020 17:08

CoronavirusItalien führt landesweite Maskenpflicht im Freien ein

Die italienische Regierung hat die Maskenpflicht im Land verschärft. Neu muss auch an der frischen Luft eine Schutzmaske getragen werden.

von
Sven Forster
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In Italien muss neu auch im Freien eine Maske getragen werden. 

In Italien muss neu auch im Freien eine Maske getragen werden.

keystone-sda.ch
Dies hat die Regierung am Mittwoch beschlossen. 

Dies hat die Regierung am Mittwoch beschlossen.

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In bestimmten Situationen, in denen man alleine sei – etwa in einem Park -, gelte die Pflicht nicht.

In bestimmten Situationen, in denen man alleine sei – etwa in einem Park -, gelte die Pflicht nicht.

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Darum gehts

  • In Italien gilt neu eine Maskenpflicht auch im Freien.
  • Die Regierung will mit der Massnahme gegen die steigende Anzahl an Corona-Fällen vorgehen.
  • Ausnahmen gibt es für Kinder unter sechs Jahren.

Im Kampf gegen wieder steigende Corona-Infektionszahlen hat Italiens Regierung am Mittwoch eine landesweite Maskenpflicht im Freien beschlossen.

Ausnahmen gebe es nur für Kinder im Alter unter sechs Jahren und für Menschen mit Krankheiten oder Einschränkungen, die mit dem Tragen einer Gesichtsmaske nicht zu vereinbaren seien, sagte die stellvertretende Gesundheitsministerin Sandra Zampa dem TV-Sender RAI.

Auch in bestimmten Situationen, in denen man alleine sei – etwa in einem Park -, gelte die Pflicht nicht. Unklar blieb zunächst, ab wann genau diese neue Massnahme in Kraft treten soll. Beobachter sagten, sie werde wahrscheinlich schon von Donnerstag an gelten.

In Rom und Neapel bereits Pflicht

Das Tragen von Gesichtsmasken im Freien war bisher bereits in einigen italienischen Regionen Pflicht, darunter auch in Kampanien und Latium, die Neapel und Italiens Hauptstadt Rom einschliessen. Bisher müssen die Schutzmasken national hauptsächlich in geschlossenen Räumen wie Läden und Büros sowie in öffentlichen Verkehrsmitteln aufgesetzt werden.

Die Regierung beschloss am Mittwoch ferner, den wegen der Corona-Pandemie ausgerufenen Notzustand über den 15. Oktober hinaus bis zum 31. Januar zu verlängern, wie ein Sprecher sagte. Der Notstand wird in Italien oft nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen ausgerufen, um eine besondere Koordinierung der Einsatzkräfte zu gewährleisten und Bürokratie zu vermeiden.

Erhöhter Anstieg

Die Behörden verzeichneten in den jüngsten Wochen einen erheblichen Anstieg der Infektionszahlen. Obwohl die Pandemie bisher als unter Kontrolle gilt, wuchs die Angst vor einer zweiten Welle deutlich. Nach den jüngsten, bislang vorliegenden Zahlen gab es am Dienstag 2677 neu registrierte Corona-Ansteckungen in 24 Stunden, 28 Menschen starben mit oder an der Viruskrankheit. Die Zahl der Toten in Italien übersprang damit die Marke von 36 000. Mehr als 330 000 Menschen infizierten sich bisher mit dem Virus Sars-CoV-2.

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818 Kommentare
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Werner

08.10.2020, 22:48

Total daneben. Freiheitsberaubung ist das alles, nichts Anderes.

Lion Media

08.10.2020, 22:10

Ich habe es schon vor Jahren gesagt. Einmal kommt das Atemverbot. Wir werden sogar bòse angeschaut, wenn wir die Maske unter die Nase ziehen.

Zaungast

08.10.2020, 20:20

Von Juli auf August stiegen die Testfallzahlen um +93%. In der gleichen Zeit sind die Hospitalisierungen um 20% gefallen. Kann jeder in den BAG Daten selber nachlesen. Ausdrücklich gesagt wird sowas ja nicht. Wer auf Fallzahlen schaut ist dvmm und hat die Regierung die er verdient. Die anderen sind die Leidtragenden.