Aktualisiert 29.06.2005 09:55

«Italien stirbt vor Hitze»

Die Hitzewelle in Italien hat zehn weitere Todesopfer gefordert. Dabei handle es sich vor allem um ältere Menschen, die wegen der Wärme einen Kollaps erlitten.

Das berichtete die Zeitung «La Repubblica» am Mittwoch.

Vor allem in Nord- und Mittelitalien zeigt die Quecksilbersäule weiterhin Werte von mehr als 35 Grad. Erst für Freitag ist im Norden des Landes etwas Abkühlung in Sicht. «Italien stirbt vor Hitze», kommentierte eine Zeitung.

Das Gesundheitsministerium appellierte via Radio und Fernsehen an die Rentner, die heissesten Stunden des Tages in kühlen Räumen zu verbringen. Nach Angaben der Behörde gefährdet die Hitzewelle die Gesundheit von einer Million Senioren.

Der Stromverbrauch ist wegen des übermässigen Einsatzes von Klimaanlagen auf Höchstwerte gestiegen. Da die Kraftwerke überfordert sind, drohen Blackouts. In Teilen von Mailand, Pavia und Bologna sei bereits am Dienstag erstmals der Strom ausgefallen, hiess es in den Medien.

Die andauernde Wärme macht auch Fabrikarbeitern zu schaffen. In Bologna legten rund 300 Mitarbeiter einer Motorenfirma eineinhalb Stunden lang die Arbeit nieder. «Unter solchen Bedingungen ist es unmöglich, weiterzuarbeiten», erklärten sie.

(sda)

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