Appell an Bürger: Italien verlängert Corona-Massnahmen

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Appell an BürgerItalien verlängert Corona-Massnahmen

Maskenpflicht und Abstandsregeln gelten bis 7. September. Vorsichtige Lockerungen hingegen gibts im Bereich des Tourismus.

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Die Regierung hat den Fahrplan für die nächsten Wochen bekanntgegeben: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte im Chigi-Palast in Rom. (7. August 2020)

Die Regierung hat den Fahrplan für die nächsten Wochen bekanntgegeben: Italiens Ministerpräsident Giuseppe Conte im Chigi-Palast in Rom. (7. August 2020)

keystone-sda.ch
Das Kabinett beschloss, dass die Maskenpflicht weiterhin bestehen bleibt.

Das Kabinett beschloss, dass die Maskenpflicht weiterhin bestehen bleibt.

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Auch Abstandhalten müsse man weiterhin.

Auch Abstandhalten müsse man weiterhin.

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Darum gehts

  • Italien verlängert die Massnahmen, um das Coronavirus einzudämmen, bis 7. September.
  • Maskenpflicht und Abstandhalten gelten weiterhin. Grosse Menschenansammlungen bleiben ebenso tabu.
  • Im Tourismus und für Messeveranstalter gibt es aber Änderungen.
  • Die Regierung hat auch ein weiteres Hilfspaket für die Wirtschaft geschnürt.

Das Kabinett von Ministerpräsident Giuseppe Conte verabschiedete am Freitagabend ein Dekret, in dem unter anderem die Maskenpflicht in geschlossenen, öffentlichen Räumen und die Abstandsregeln bis 7. September weiter vorgeschrieben werden.

Auch grössere Menschenansammlungen bleiben verboten. Regierungschef Conte sprach von ausgewogenen Massnahmen, die der aktuellen Situation gerecht werden. Italien, das im Frühjahr eines der am stärksten von der Corona-Pandemie heimgesuchten Länder war, habe sich dank der Massnahmen gefangen. Man müsse aber wachsam bleiben, sagte Conte.

Die Regierung stimmte für weitere vorsichtige Lockerungen etwa im Tourismus, wo Kreuzfahrtschiffe ab dem 15. September wieder auslaufen dürfen. An Bord müssen strenge Hygiene-Regeln eingehalten werden. Von 1. September an dürfen Messen wieder öffnen – Aufbau und Organisation der Ausstellungen kann sogar ab sofort beginnen. Für den Tourismus und die Kultur wurden weitere drei Milliarden Euro bereitgestellt.

Weitere Finanzhilfen

Darüber hinaus brachte die Ministerrunde weitere Finanzhilfen vor allem für die Wirtschaft und die Familien auf den Weg. Damit wuchs das Hilfspaket, das die Regierung seit Beginn der Krise im März bereitstellte, auf 100 Milliarden Euro an.

Steueraufschübe für Selbstständige sowie ein Aktionsplan für den strukturschwachen Süden des Landes gehören zu den weiteren Massnahmen. «Wir werden Italien nicht teilen, sondern bieten den benachteiligten Gegenden ebenso eine Hilfe zum Neustart an wie dem ganzen Land zusammen», sagte Conte.

Der Ministerpräsident appellierte an die Italiener, sich weiter an den Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu beteiligen. «Wir dürfen nicht zurückfallen und unsere Bemühungen zunichte machen», sagte er. «Ich verstehe die Jungen, die gerne in das Nachtleben zurückkehren würden, aber man muss sich verantwortungsvoll verhalten. Die Gesundheit eurer Liebsten steht auf dem Spiel.»

(SDA)

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