Italien verschärft Strafen für Tierquäler
Aktualisiert

Italien verschärft Strafen für Tierquäler

Wer Haustiere aussetzt, muss mit bis zu einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe von maximal 10 000 Euro rechnen.

Wer Tiere misshandelt oder zu übertriebenen Anstrengungen zwingt, riskiert bis zu drei Jahren Haft und eine Busse von 10 000 Euro (15 000 Franken).

Wer Haustiere aussetzt, muss mit bis zu einem Jahr Haft oder einer Geldstrafe von maximal 10 000 Euro rechnen. Im vergangenen Jahr wurden in Italien 350 000 Tiere ausgesetzt, wie italienische Tierschutzverbände berichteten.

Mitgliedern von Banden, die sich mit blutigen Hundekämpfen bereichern, drohen bis zu drei Jahre Haft und Strafen bis zu 160 000 Euro. Laut Tierschutzverband LAV verdient die Mafia mit den Kämpfen jährlich 775 Mio Euro. 15 000 Hunde sind betroffen, 5000 davon werden jedes Jahr bei den brutalen Spektakeln getötet.

Verboten ist laut dem neuen Gesetz auch die Zucht von Hunden und Katzen zum Zweck, deren Pelze zu verwerten. «Endlich passt sich Italien an andere europäische Länder an, in denen die Tiere seit Jahren besser geschützt werden», betonte ein Sprecher der Umweltschutzorganisation Legambiente.

(sda)

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