Sparpaket überarbeitet: Italien verschont die Gutverdiener
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Sparpaket überarbeitetItalien verschont die Gutverdiener

Das italienische Sparpaket wird nach heftigem Gegenwind abgeändert. Neu verschont Ministerpräsident Berlusconi die höheren Einkommen von Steuererhöhungen.

Die italienische Regierung hat nach heftiger Kritik ihr geplantes Sparpaket überarbeitet und unter anderem eine Sondersteuer für Gutverdiener gestrichen. Nicht umgesetzt werden soll ausserdem die vorgesehene Schliessung von Kommunalverwaltungen in kleinen Ortschaften, wie das Büro von Ministerpräsident Silvio Berlusconi am Montag mitteilte. Die Regierung erhofft sich von den Sparmassnahmen 45,5 Milliarden Euro an Steuereinnahmen und Ausgabenkürzungen, um bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen.

Geplant waren weitere fünf Prozent Einkommenssteuer über die nächsten drei Jahre für Gutverdiener mit einem Gehalt von mehr als 90 000 Euro, bei mehr als 150 000 Euro sollten zehn Prozent extra anfallen. Mehr zahlen sollen nun stattdessen Immobilienbesitzer, die Zweitwohnungen besitzen, für die bislang keine Grundsteuer anfällt. Ausserdem sollen Abgeordnete eine sogenannte Solidaritätssteuer entrichten. Zudem wollen Berlusconi und seine politischen Verbündeten die Zahl der Abgeordneten halbieren.

Die erste Version des Sparpakets war am 12. August vorgestellt worden. Die Regierung hofft, dass das Parlament den Plänen noch im September zustimmt. (dapd)

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