Aktualisiert 17.09.2007 20:48

Italien verzichtet auf Kriegsdrohung gegen Iran

Der italienische Aussenminister Massimo D'Alema hat davor gewarnt, im Atomstreit mit dem Iran Kriegsdrohungen ins Gespräch zu bringen.

Ein Krieg in der Region «würde das Problem nicht lösen und nur neue Tragödien und neue Gefahren schaffen», sagte D'Alema am Montag am Rande einer Friedenskonferenz in Turin. Frankreich hatte am Wochenende den Ton in dem Konflikt mit Teheran erheblich verschärft und erstmals offen vor der Gefahr eines Krieges gewarnt.

Bevor man über eine bewaffnete Auseinandersetzung spreche, müsse man politischen und diplomatischen Möglichkeiten die nötige Zeit geben, sagte D'Alema weiter. Notwendig sei «ein qualitativer Sprung beim Druck und den politischen Initiativen».

Der französische Aussenminister Bernard Kouchner hatte am Sonntag erklärt, im Konflikt mit Teheran müsse man sich «auf das Schlimmste vorbereiten», «das ist der Krieg». In der Bundesregierung und der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) stiessen die Äusserungen auf Kritik. (dapd)

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