Italien weist Imam aus
Aktualisiert

Italien weist Imam aus

Die italienische Fernsehanstalt RAI hat einen muslimischen Prediger heimlich gefilmt und seine Hassaufrufe ausgestrahlt. Jetzt wurde der Imam aus Sicherheitsgründen in dessen marokkanische Heimat ausgewiesen.

Nach Polizeiangaben vom Mittwoch wurden Predigten des Imams Mohamed Kohaila in Turin im vergangenen Jahr heimlich gefilmt und als Gefahr für die öffentliche Sicherheit eingestuft. Einzelheiten dazu wurden nicht genannt. Kohaila lebte seit Jahren in Italien.

Die Aufnahmen wurden im März vom öffentlich-rechtlichen Fernsehsender RAI ausgestrahlt, anschliessend leitete die Staatsanwaltschaft nach Polizeiangaben Ermittlungen wegen Verbreitung antiwestlicher Propaganda und Al-Kaida-nahen Gedankenguts ein.

In der vom RAI-Magazin «Annozero» aufgezeichneten Predigt hatte Imam Kohaila laut der Zeitung «La Repubblica» den heiligen Krieg gegen Ungläubige gerechtfertigt und die Unterdrückung von Frauen gutgeheissen. Im Raum, in welchem er predigte, war zudem Propagandamaterial für Al-Kaida zu sehen.

Der Imam hat den Vorwurf zurückgewiesen, er schüre antiwestliche Ressentiments, wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtete. (dapd)

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