Aktualisiert 10.10.2003 09:35

Italien will 30 Prozent von Alitalia verkaufen

Die italienische Regierung dürfte schon bald 30 Prozent der staatlichen Fluggesellschaft Alitalia an die Börse bringen.

Damit würde der Anteil der Regierung an der Airline von rund 62 Prozent auf 32 Prozent sinken.

Dies berichtete die italienische Zeitung «Corriere della Sera» am Freitag. Ein Dekret über die Privatisierung des Unternehmens liege bereits vor. Nach der Einigung der Air France mit der niederländischen KLM zur grössten europäischen Fluglinie hatte Alitalia mitgeteilt, mit dem neuen Bündnis so eng wie möglich zusammenarbeiten zu wollen.

Alitalia hat auch ankündigt, mit den beiden Fluglinien nach deren Fusion vielleicht über einen Beitritt zu verhandeln. Dies sei jedoch erst nach einer Privatisierung möglich.

Alitalia-Chef Francesco Mengozzi forderte in einem am Freitag veröffentlichten Interview der Zeitschrift «Panorama», die Privatisierung «so schnell wie möglich» in Gang zu setzen. «Die Allianz wird neue und wichtige Möglichkeiten bieten. Das ist auch eine strategische Entscheidung für ganz Italien», sagte Mengozzi.

Jedoch könne auch ein solches Bündnis die finanziellen Probleme der Alitalia nicht lösen, hiess es weiter. Experten hatten erst im September einen Jahresverlust der Airline von 350 Mio. Euro (542 Mio. Fr.) prognostiziert. (sda)

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