Aktualisiert 05.12.2011 07:08

Montis Coup

Italien will drastisch sparen

Das italienische Kabinett hat am Sonntagabend das drastische Sparprogramm von Ministerpräsident Mario Monti verabschiedet. Es sieht Einsparungen von 24 Milliarden Euro vor.

Das drastische Sparprogramm von Ministerpräsident Mario Monti (Mitte) ist im italienischen Kabinett angenommen worden.

Das drastische Sparprogramm von Ministerpräsident Mario Monti (Mitte) ist im italienischen Kabinett angenommen worden.

Italien trägt derzeit eine Schuldenlast von rund 1,9 Billionen Euro. Der parteilose Ministerpräsident Mario Monti führt seit drei Wochen ein Experten-Kabinett, das die unter dem langjährigen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi angewachsene Verschuldung abtragen soll. Jetzt hat das Kabinett ein drastisches Sparprogramm verabschiedet.

Besonders umstritten sind die von Monti geplanten Massnahmen im Rentenwesen. So will er unter anderem die bisherige Regelung aufbrechen, die es Beschäftigten erlaubt, in den Ruhestand zu gehen, wenn sie 40 Jahre lang Rentenbeiträge gezahlt haben.

Gewerkschaften kündigen Widerstand an

Vorgesehen sind ausserdem Erhöhungen bei Mehrwert- und Immobiliensteuern. Die Gewerkschaften im hochverschuldeten Italien haben bereits Widerstand angekündigt.

Ursprünglich war die Verabschiedung des Sparpakets erst am Montag geplant. Monti wollte es aber offensichtlich vor der Öffnung der Börsen am Montag auf den Weg bringen. Das Parlament soll das Sparpaket noch vor Weihnachten verabschieden. Ende der Woche befasst sich ein weiterer EU-Gipfel mit der Euro-Krise. (sda)

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