Leben zur Hölle gemacht: Italiener flieht vor seiner Familie ins Gefängnis
Aktualisiert

Leben zur Hölle gemachtItaliener flieht vor seiner Familie ins Gefängnis

Lieber im Gefängnis schmoren als im Kreise meiner trauten Familie, dachte sich ein zu Hausarrest verurteilter Italiener. Er kehrte freiwillig ins Gefängnis zurück.

Der 32-Jährige war von einem Gericht eigentlich zu Hausarrest verurteilt worden. Dort aber hätten ihm seine Schwester und sein Schwager das Leben «zur Hölle» gemacht, erklärte er der Polizei Frattamaggiore bei Neapel. Er bat deshalb darum, die Strafe im Gefängnis zu Ende absitzen zu dürfen.

Die Polizisten hatten aber kein Verständnis, woraufhin Ambrosio zu härteren Mitteln griff: Wissentlich verletzte er sein nächtliches Ausgehverbot - und bekam zu seinem Erschrecken von einem Richter nicht etwa Gefängnis aufgebrummt, sondern die Verlängerung des Hausarrests.

In seiner Not wandte er sich an das Berufungsgericht von Neapel, das letztlich entschied, dass der Deliquent wegen Verletzung seiner Auflagen ins Gefängnis zurück muss. Ursprünglich verurteilt worden war er übrigens wegen eines aus dem Ruder gelaufenen Streits in der Familie. (sda)

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