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Grün und gesundItaliener kassieren Geld fürs Velofahren

Eine italienische Gemeinde subventioniert jeden, der mit dem Fahrrad zur Arbeit fährt. Dazu brauchts lediglich ein Smartphone und ein anständiges Velo.

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Wer im italienischen Massarosa aufs Velo umsteigt, gewinnt.

Wer im italienischen Massarosa aufs Velo umsteigt, gewinnt.

Wer mit dem Velo zur Arbeit fährt, spart Geld, schützt die Umwelt und absolviert auch noch ganz nebenbei das tägliche Sportprogramm. In der italienischen Ortschaft Massarosa in der Toscana gibt es jetzt aber noch einen weiteren Grund, das Auto in der Parkgarage stehen zu lassen: Die Gemeinde will ihren Bewohnern eine Subvention von maximal 600 Euro pro Jahr auszahlen, wenn sie für ihren Arbeitsweg das Fahrrad benutzen.

Laut der Zeitung «Il Tirreno» hat Massarosas Bürgermeister Franco Mungai diese Woche eine Testphase im Rahmen des nationalen Projekts «Bike to Work» lanciert. Die Teilnehmer bekommen eine App auf ihren Smartphones installiert, die die Kilometer zählt, die sie täglich auf dem Velo verbringen. Alle sechs Monate zahlt die Gemeinde den Nutzern 25 Cent pro gefahrenen Kilometer aus. Die Monatslimite liegt bei 50 Euro.

Woher kommt das Geld?

Die Idee ist gut durchdacht: Die Finanzierung der Subvention stammt aus den Einnahmen der Verkehrsbussen. Die Bussgelder müssen laut einem italienischen Gesetz ohnehin den Sicherheitsprogrammen im Strassenverkehr zukommen.

Die Teilnahme am Velo-Programm hat gewisse Bedingungen: Die Nutzer müssen gesund sein und ein gemäss der Strassenverkehrsordnung homologiertes Velo besitzen.

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