Aktualisiert 24.05.2007 15:04

Italienische Generäle wegen Anschlag angeklagt

Vier Jahre nach einem verheerenden Selbstmordanschlag auf italienische Truppen im Irak hat ein Staatsanwalt in Rom Anklage gegen drei Generäle erhoben. Ihnen wird der Tod von 19 italienischen Soldaten angelastet.

Die Soldaten waren bei dem Anschlag auf den damaligen Stützpunkt der italienischen Armee in Nassirija ums Leben gekommen. Die drei Generäle hätten unzureichende Sicherheitsvorkehrungen am Stützpunkt zu verschulden, sagte Militärstaatsanwalt Antonio Intelisano.

Neben den 19 italienischen Soldaten waren zwei italienische Zivilisten und acht Iraker ums Leben gekommen. Es war der grösste Verlust des italienischen Militärs seit dem Zweiten Weltkrieg.

Den drei Generälen wird vorgeworfen den Eingang des Stützpunkts unzureichend gesichert zu haben. Für den Fall eines Selbstmordanschlags habe auch kein Verteidigungsplan bestanden, verlautete aus Militärkreisen.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hatte Italien 2700 Soldaten im Irak. Im vergangenen Jahr zog die Regierung die letzten Soldaten ab.

(sda)

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