Seilbahn-Drama am Lago Maggiore - Italienische Justiz ermittelt wegen Entführung von Eitan (6)
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Seilbahn-Drama am Lago MaggioreItalienische Justiz ermittelt wegen Entführung von Eitan (6)

Eitan überlebte als Einziger das schwere Gondelunglück in Norditalien mit 14 Todesopfern. Wurde er nun von seinem Grossvater entführt?

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Wurde Eitan (6) entführt?

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Um den Sechsjährigen tobt derzeit ein Sorgerechtsstreit.

Um den Sechsjährigen tobt derzeit ein Sorgerechtsstreit.

Quelle: Screenshot TGcom 24
Beim Seilbahnunglück am Lago Maggiore hatte der Bub seine beiden Eltern, seinen jüngsten Bruder (2) sowie zwei Urgrosseltern verloren. Die israelische Familie Biran lebte seit Jahren in Italien.

Beim Seilbahnunglück am Lago Maggiore hatte der Bub seine beiden Eltern, seinen jüngsten Bruder (2) sowie zwei Urgrosseltern verloren. Die israelische Familie Biran lebte seit Jahren in Italien.

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Darum gehts

  • Eitan ist der einzige Überlebende des Gondelabsturzes am Monte Mottarone.

  • Um ihn tobt derzeit ein Sorgerechtsstreit.

  • Die Staatsanwaltschaft Pavia ermittelt wegen Kindsentführung.

Nach dem Seilbahn-Unglück am Lago Maggiore ist der einzige Überlebende, der sechsjährige Eitan, aus Italien nach Israel gebracht worden. Die Umstände der Reise waren zunächst unklar. Italienische Medien berichteten am Sonntag übereinstimmend von einer «Entführung», nachdem der Vollwaise am Samstag von seinem Grossvater nach einem Besuch nicht wie verabredet bei der Tante väterlicherseits – dem richterlich angeordneten Vormund – abgegeben worden sei.

«Der Junge ist vom Grossvater nach Israel gebracht worden, und das gegen den Willen der Erziehungsberechtigten und trotz eines vom Gericht ausgesprochenen Verbots, das Land zu verlassen», teilte Massimo Sana, der Anwalt der Tante, der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage mit.

Ermittlungen bereits eingeleitet

Die Staatsanwaltschaft in der norditalienischen Stadt Pavia ermittelt demnach bereits wegen Kidnappings. Zugleich würden internationale Regelungen geprüft, um den Jungen nach Italien zurückzuholen, ergänzte der Anwalt. Auch diplomatische Kanäle wurden aktiviert.

«Wir haben Eitan nach Hause zurückgebracht», sagte dagegen Gali Peleg, die Schwester der bei dem Unglück am 23. Mai getöteten Mutter des Jungen, dem israelischen Radiosender 103FM am Sonntag. Hintergrund der Aktion vom Wochenende ist ein Streit der Angehörigen des Jungen, die das Sorgerecht für sich beanspruchen.

Das Kind hatte bei dem Absturz einer Seilbahn-Gondel am Pfingstsonntag seine beiden Eltern und seinen Bruder verloren. Insgesamt kamen bei dem Unfall im Piemont 14 Menschen ums Leben. Ein Gericht ernannte daraufhin die in Pavia in der Region Lombardei lebende Schwester des Vaters zum Vormund.

«Wir haben Eitan nicht entführt, wir werden dieses Wort auch nicht verwenden», sagte Gali Peleg, die Schwester der Mutter. Das israelische Aussenministerium prüfte am Sonntag den Fall. Von den Behörden in Italien gab es zunächst keine offizielle Auskunft.

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Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143

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(AFP/ore)

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