Gewaltausbruch in der Serie A: Italienischen Fans droht generelles Reiseverbot
Aktualisiert

Gewaltausbruch in der Serie AItalienischen Fans droht generelles Reiseverbot

Nach den erneuten Fan-Ausschreitungen am ersten Spieltag der Serie A hat die italienische Regierung drakonische Massnahmen angekündigt. Möglich ist gar ein generelles Reiseverbot für Fans.

«Wir werden drastische Entscheidungen treffen und den Fans einiger Clubs die Reise zu Auswärtsspielen generell verbieten», so Innenminister Roberto Maroni vor der Sondersitzung der Sicherheitskommission in Rom. Grund für die Massnahmen sind die Ausschreitungen zum Saisonauftakt bei der Partie AS Rom - SSC Neapel.

Italiens Verbands-Präsident Giancarlo Abete ist ebenfalls für harte Strafen. Er bezeichnete die Randalierer als «Verbrecher», bat jedoch gleichzeitig darum, nicht die Klubs durch Spiele vor leeren Rängen zu bestrafen.

Auch Nationaltrainer Marcello Lippi unterstützt den harten Kurs und verurteilte den Gewaltausbruch: «Es war richtig, den Fans einen Vertrauensvorschuss zu geben und für den ersten Spieltag keine Mitreiseverbote zu verhängen.» Die Fans hätten dieses Vertrauen missbraucht. «Jetzt werden sie dafür bezahlen.»

Auslöser für die erneuten Diskussionen sind die Ausschreitungen vom Wochenende, bei denen rund 2000 Hooligangs aus Neapel einen Zug kaperten und demolierten. Der Schaden belief sich auf eine halbe Million Euro.

(fox)

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