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Mehrtägige FluchtItalienischer Paparazzi-König verhaftet

Fabrizio Corona ist letzte Woche vom Obersten Gericht in Rom zu fünf Jahren Haft verurteilt worden, weil er dutzende Promis erpresst hatte. Nach einer mehrtägigen Flucht wurde er in Lissabon geschnappt.

Fabrizio Corona hat dutzende von Stars erpresst – etwa der Fussballer David Trezeguet, der ihm 20'000 Euro gezahlt hat, damit unliebsame Fotos nicht veröffentlicht wurden.

Fabrizio Corona hat dutzende von Stars erpresst – etwa der Fussballer David Trezeguet, der ihm 20'000 Euro gezahlt hat, damit unliebsame Fotos nicht veröffentlicht wurden.

Der zu fünf Jahren Haft verurteilte italienische Skandal-Fotograf Fabrizio Corona ist am Mittwoch in Lissabon verhaftet worden. Damit ging eine mehrtägige Flucht zu Ende, die nach seiner Verurteilung wegen Erpressung am Freitag begonnen hatte.

Corona wurde unweit einer U-Bahn-Station von Mailänder Sicherheitsbeamten geschnappt. Zuvor hatte die Polizei einige Bekannte des Fotografen in Lissabon kontrolliert. Der 38-Jährige war mit einem internationalen Haftbefehl in ganz Europa gesucht worden.

Fünf Jahre Haft wegen Erpressung

Das Oberste Gericht in Rom hatte Corona letztinstanzlich zu fünf Jahren Haft verurteilt. Dutzende Prominente waren vom Fotografen und seinen Komplizen in den vergangenen Jahren erpresst worden. Corona hatte italienischen Sportlern, Politikern und TV-Sternchen gedroht, unliebsame Fotos von ihnen zu veröffentlichen, falls sie ihn nicht bezahlen.

Der Paparazzi-Skandal war 2007 aufgeflogen. Corona war bereits zuvor wegen versuchter Erpressung und Besitzes gefälschter Banknoten verurteilt worden und leistete Sozialarbeit. Zu den Opfern zählten unter anderen Fussballstar David Trezeguet, der bei einer Einvernahme vor dem Staatsanwalt zugegeben hatte, 20'000 Euro für 20 kompromittierende Fotos mit einem Model bezahlt zu haben.

Corona hatte stets seine Unschuld beteuert. Es sei üblich gewesen, in kompromittierenden Situationen abgeblitzten VIPs den Kauf von Bildern anzubieten. Das könne nicht als Erpressung betrachtet werden, meinte der Fotograf. (sda)

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